Terror vor Wiener Jugendknast

"Niederstechen" und "Kopf ab" – Häfn-Anrainer bedroht

In Wien-Simmering sorgen die Zustände rund um ein Jugendgefängnis für Besorgnis. Anrainer berichten von Aufruhr durch Angehörige der Häftlinge.
Newsdesk Heute
10.08.2026, 07:44
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Im Wiener Stadtteil Kaiserebersdorf wächst die Angst. Immer wieder seien in dem Grätzel um den Münnichplatz Sätze wie "Ich hacke dir den Kopf ab" oder "Ich steche dich nieder" zu hören. Grund dafür soll die dortige Jugendstrafvollzugsanstalt sein.

Demnach würden dort täglich 40 bis 50 Jugendliche für Unruhe sorgen. Bei ihnen soll es sich um Angehörige oder auch Freunde der Inhaftierten handeln. Sie sollen sich – trotz Verbot – mit den jungen Straftätern am Zaun unterhalten aber auch Passanten bedrohen. Demnach würden die Häftlinge aus den Zellen auf die Straße schreien. Vor allem nachts sei dies für die Anrainer ein Ärgernis.

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Unsicherheitsgefühl im Grätzel

Von diesen Problemen sprach gegenüber der "Krone" auch eine Frau (61), die bereits seit 1972 in dem Grätzel lebt. Ihr zufolge habe es dort immer schon ein Gefängnis gegeben. Die aktuelle Situation habe sich jedoch erst durch die Jugendstrafvollzugsanstalt entwickelt. Auch die Österreicherin berichtet von massiven Bedrohungen.

Laut der Pensionistin würde es auch zu regelmäßigen Polizeieinsätzen kommen. In der Gegend mache sich ein Unsicherheitsgefühl breit. Es bestehe die Sorge, dass die Lage komplett außer Kontrolle gerate.

FPÖ fordert mehr Polizei

Seitens der FPÖ wird nun eine höhere Polizeipräsenz gefordert. Gegenüber der "Krone" sagte der freiheitliche Gemeinderat und Ex-Bezirksvorsteher Paul Stadler, dass dies notwendig sei, damit sich die Anrainer wieder ohne Angst in ihrem Wohnumfeld bewegen können.

Von der Exekutive und der Anstaltsleitung hieß es, dass man über die Vorfälle Bescheid wüsste. Als Maßnahmen wurden bereits ein neuer Stacheldrahtzaun montiert sowie eine Hecke, die schnell wachsen soll, gepflanzt. Des Weiteren habe man im angrenzenden Park Bänke entfernt. Zudem würden die Kontaktaufnahmen der Häftlinge mit ihren Angehörigen angezeigt werden. Auch der betroffene Bereich würde regelmäßig bestreift werden.

Bei Verstößen würden die Inhaftierten in den Innenhof verlegt und die Fenster versperrt werden, hieß es aus dem Justizministerium. Man wolle die Anrainer so gut wie möglich schützen.

Bezirkschef bestätigt Probleme

Auch der aktuelle Bezirksvorsteher von Simmering, Thomas Steinhart (SPÖ), klagte über die aktuelle Lage. Ihm zufolge wäre sein Bezirk durch die Inbetriebnahme der Sonderanstalt für den Jugendvollzug im Jahr 2025 vor neue Herausforderungen gestellt und "mit unvorhersehbaren Konflikten konfrontiert" worden.

Man sei stets im Austausch mit der "Grätzel-Polizei, der Leiterin der Jugendvollzugsanstalt und den unmittelbaren Bewohnern". Ziel sei es "adäquate Lösungen zu finden, um Ängste und Bedenken so gering wie möglich zu halten". Zudem wurde darauf hingewiesen, dass sich auch die Auszeit-WG in Simmering befinde. Sie würde eine zusätzliche Herausforderung darstellen.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 10.08.2026, 07:47, 10.08.2026, 07:44
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