Seit Montag erhält die Wiener Polizei Verstärkung aus Niederösterreich, Oberösterreich, der Steiermark und dem Burgenland. Von Montag bis Samstag werden täglich 24 Beamte in die Bundeshauptstadt geschickt, um der dortigen Jugendkriminalität Herr werden zu können.
Wie man gegenüber der "Krone" betont, sei dies keine Neuheit. Des Weiteren würden viele Polizisten den Einsatz in Wien als willkommene Abwechslung sehen. Demnach bemühe man sich, Freiwillige für den Dienst in Wien auszuwählen, was kein Problem darstelle. Aus dem Innenministerium hieß es, dass dies ein "gutes Beispiel für effiziente Ressourcennutzung" sei.
Kritische Worte kamen hingegen von den Personalvertretern der Beamten. "Uns wird gesagt, dass so viele Polizistinnen und Polizisten wie noch nie da sind und dann müssen wir zuteilen", äußerte sich beispielsweise der oberösterreichische Personalvertreter, Manfred Hofbauer. Seitens der Wiener Personalvertretung begrüße man die Maßnahme, merkte aber gleichzeitig an, dass es ein "deutliches Eingeständnis" sei. So würde die Wiener Polizei personell an ihre Grenzen stoßen.
"Wer Verstärkung braucht, hat kein Personalproblem gelöst", sagte Walter Strallhofer von der Wiener Personalvertretung. Des Weiteren habe die Polizei in der Bundeshauptstadt aufgrund der steigenden Kriminalität weniger Zeit für Prävention. Dieser Trend würde sich durch das Dienstzeitmanagement noch verstärken.
Dass Wien aber kein österreichischer Einzelfall ist, zeigt Vorarlberg. Auch dort müssen Beamte aus Oberösterreich und der Steiermark aushelfen. In einem Schreiben wurde von einer "prekären Personalsituation" gesprochen.