Experten schlagen Alarm

Kreisverkehr: So viele Lenker kennen sich nicht aus

Viele Autofahrer verzichten beim Verlassen eines Kreisverkehrs aufs Blinken. Laut KFV erhöht das das Unfallrisiko und sorgt für unnötigen Ärger.
Österreich Heute
04.08.2026, 14:26
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So kompliziert ist es nicht, aber viele halten sich nicht an die Regeln. Oder sie kennen sie gar nicht. Wer im Kreisverkehr nicht blinkt, sorgt nicht nur für Verwirrung, sondern erhöht auch das Unfallrisiko. Eine aktuelle Studie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) zeigt: Jeder dritte Autofahrer in Österreich blinkt beim Verlassen eines Kreisverkehrs falsch oder gar nicht.

Für die Erhebung wurden zwischen Ende September und Mitte November 2025 rund 18.500 Verkehrsteilnehmer beobachtet. Das Ergebnis: 33 Prozent der Pkw-Lenker verzichteten beim Ausfahren aus dem Kreisverkehr aufs Blinken. An herkömmlichen Kreuzungen lag der Anteil der "Blink-Muffel" bei 19 Prozent.

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Wer telefoniert, ist noch vergesslicher

Besonders auffällig: Wer während der Fahrt isst, trinkt oder raucht, blinkt im Kreisverkehr in 48 Prozent der beobachteten Fälle nicht. Wer ohne Freisprecheinrichtung telefoniert oder am Handy tippt, verzichtet sogar in 52 Prozent der Fälle aufs Blinken.

Das KFV weist außerdem auf ein weit verbreitetes Missverständnis hin. "Geblinkt werden muss beim Ausfahren aus dem Kreisverkehr und nicht beim Einfahren. Das Blinken beim Verlassen des Kreisverkehrs ist auch deshalb so wichtig, weil es den Verkehrsfluss deutlich verbessert. Durch das Blinken können jene Fahrzeuge, die auf das Einfahren in den Kreisverkehr warten, viel besser einschätzen, ob sie losfahren können oder nicht. Durch korrektes Verhalten vermeidet man insbesondere an heißen Sommertagen aber auch ein Erhitzen der Gemüter", erklärt Klaus Robatsch, Leiter des Bereichs Verkehrssicherheit im KFV.

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Noch schlechter sieht es bei Radfahrern und E-Scooter-Lenkern aus. Laut Studie geben 70 Prozent beim Verlassen eines Kreisverkehrs weder ein Handzeichen noch blinken sie. Dabei zählen sie zu den besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmern: Mehr als ein Viertel aller Verletzten bei Kreisverkehr-Unfällen war mit dem Fahrrad oder E-Scooter unterwegs.

In Österreich verunglücken laut KFV jedes Jahr rund 1.000 Menschen auf Kreisverkehrsanlagen. Damit passieren dort zwar deutlich weniger Unfälle als an klassischen Kreuzungen, dennoch bleibt korrektes Blinkverhalten ein wichtiger Beitrag für mehr Sicherheit und einen flüssigeren Verkehr.

{title && {title} } red, {title && {title} } 04.08.2026, 14:26