In Österreich und Deutschland haben Fahrzeuge im Kreisverkehr Vorfahrt – das ist klar. Doch im Ausland kann es ganz anders sein. Der Auto Club Europa (ACE) warnt vor gefährlichen Irrtümern, die Urlauber teuer zu stehen kommen können.
Das Problem: In einigen Ländern gilt an manchen Kreisverkehren "rechts vor links". Das heißt, wer bereits im Kreisel fährt, muss den Einfahrenden Vorrang gewähren – genau umgekehrt wie bei uns.
Wie "Chip.de unter Berufung auf den ACE berichtet, unterscheidet man zwischen dem "echten" und dem "unechten" Kreisverkehr. Beim echten Kreisverkehr weisen das blaue Schild und ein "Vorfahrt gewähren"-Zeichen an jeder Einfahrt darauf hin, dass Fahrzeuge im Kreisel Vorfahrt haben.
In Frankreich existieren beide Varianten nebeneinander. Beim weit verbreiteten "Giratoire" haben Fahrzeuge im Kreisel Vorfahrt. Beim "Rond-Point" hingegen gilt häufig "rechts vor links" - Einfahrende haben dann Vorrang. Ähnliches gilt für Italien, Kroatien, Polen und Tschechien.
In den Niederlanden sollten Autofahrer an Kreisverkehren besonders auf Radfahrer achten. Viele Kreisverkehre verfügen über separate Radwege. Je nach Beschilderung haben Radfahrer dort häufig Vorfahrt.
Im Vereinigten Königreich werden Kreisverkehre wegen des Linksverkehrs im Uhrzeigersinn befahren. Auch das Blinken funktioniert anders: Wer die erste Ausfahrt nimmt, blinkt links. Bei späteren Ausfahrten zunächst rechts, dann vor dem Verlassen links.
Der wichtigste Tipp des ACE: Nicht die runde Straßenführung entscheidet über die Vorfahrt, sondern immer die Verkehrszeichen. Wer sich unsicher ist, sollte lieber einmal mehr anhalten und die Beschilderung prüfen.