"Das wird heute ein geschichtsträchtiger Wettertag", prognostizieren die Experten der Unwetterzentrale (UWZ). Im Osten Österreichs werden am Dienstag Temperaturen von bis zu 40 Grad erwartet, einzelne Wettermodelle sehen sogar 41 Grad.
Damit könnte der bisherige österreichische Hitzerekord von 40,5 Grad aus dem Jahr 2013 fallen. Auch ORF-Meteorologe Manuel Oberhuber spricht von einem Tag, der "wohl in die Wettergeschichte Österreichs eingehen" werde.
Doch die Rekordhitze bleibt nicht ohne Folgen – sie verändert inzwischen sogar den Alltag der Wiener.
Vor allem die Gastronomie bekommt die Auswirkungen deutlich zu spüren. Während früher auch mittags viele Lokale gut besucht waren, bleiben die Gäste bei Temperaturen knapp unter 40 Grad lieber im Schatten oder in den eigenen vier Wänden.
Erst ab etwa 20 Uhr füllen sich die Schanigärten wieder. Auch der Vormittag bis etwa 11 Uhr bleibt beliebt. Dazwischen herrscht in vielen Gastgärten vergleichsweise Ruhe. Nach Angaben der Wiener Gastronomen hat sich das Geschäft dadurch im Schnitt um rund zwei Stunden nach hinten verschoben.
Mit der Hitze ändern sich auch die Bestellungen. Besonders gefragt sind derzeit alkoholfreie Getränke, hausgemachte Limonaden und andere Erfrischungen. Auch leichte Sommergerichte und Salate stehen deutlich häufiger auf den Tischen als schwere Speisen wie Schnitzel & Co..
Für viele Gäste sei es angenehmer, sich im klimatisch günstigeren Gastgarten bewirten zu lassen, als bei diesen Temperaturen selbst zu Hause zu kochen.
Die Rekordhitze fordert aber nicht nur die Gäste, sondern auch das Personal. Viele Wirte reagieren mit längeren Pausen und zusätzlichen Erholungszeiten für ihre Mitarbeiter.
"Die Hitze ist natürlich auch für die Wiener Wirte und ihre Mitarbeiter eine sehr große Herausforderung", heißt es aus der Branche. Gleichzeitig sehe man darin aber auch die Chance zu zeigen, wie flexibel die Gastronomie auf außergewöhnliche Situationen reagieren könne.
Sollten die Prognosen eintreffen, könnte der Dienstag als heißester Tag der österreichischen Messgeschichte in Erinnerung bleiben.