Der Fall sorgte in ganz Österreich hinaus für Entsetzen, nun ist das Urteil gefallen. Vier Männer mussten sich am Dienstag vor dem Landesgericht Innsbruck verantworten, weil sie Kater "Schmotzer" Ende April in Brixen im Thale getötet haben sollen. Schon gegen 10.30 Uhr fiel das Urteil. Die Verdächtigen wurden freigesprochen - das überraschte alle. In einem Fall wurde wegen des Vorwurfs der Nötigung eine Diversion ausgesprochen. Der Betroffene soll jemanden bedroht haben, der zur Polizei gehen wollte.
Laut Urteilsbegründung würde kein Tierquäler ein Bolzenschussgerät verwenden, um ein Tier zu quälen. Zudem konnte ein Sachverständiger nicht klären, ob der Kater noch Schmerzen hatte, als mit einer Schaufel mutmaßlich auf ihn eingeschlagen wurde.
Das Gericht ging davon aus, dass die Angeklagten den verletzten Kater gefunden hatten. Einen Gegenbeweis habe es nicht gegeben. Die Männer gaben an, sie hätten das Tier "erlösen" wollen.
Der Fall hatte Ende April für große Empörung gesorgt. Die Verdächtigen sollen versucht haben, den Kater mit einem Bolzenschussapparat zu töten. Als der Stubentiger laut den Vorwürfen noch lebte und zuckte, soll einer der Männer mit einer Schneeschaufel auf die Katze eingeschlagen haben. Ein weiterer filmte den Vorfall, das Video ging viral – und brachte die Verdächtigen vor Gericht.
Einer der Beschuldigten verlor seinen Arbeitsplatz, Vereine schlossen die Beteiligten aus. In den sozialen Medien ging es rund. Der Prozess fand auf Antrag der Verteidigung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Vor dem Landesgericht versammelten sich währenddessen Tierschützer zu einer Mahnwache. Der Freispruch hinsichtlich ist bereits rechtskräftig.