Vier junge Männer aus Tirol sollen auf einem Schotterplatz in Brixen im Thale eine Katze schwer misshandelt und schließlich getötet haben. Die schrecklichen Szenen filmten die Tiroler angeblich mit, machten sich über die Todesqualen der Katze lustig. Dann teilten sie das Video offenbar mit Freunden. Zwei Jugendliche aus dem Bezirk Kitzbühel erhielten das verstörende Video, erstatteten sofort Anzeige.
Der getötete Kater war kein Streuner. Laut Top-Anwalt Sascha Flatz, der den Katzenbesitzer nun kostenlos vertritt, trug er den Namen "Puma Bär", war ungefähr neun Jahre alt. Flatz und der Tierschutzverein Hunde-Such-Hilfe starteten eine Online-Petition, gefordert werden höhere Strafen für Tierquäler.
"Das derzeit in Österreich vorgesehene Strafmaß bei Tierquälerei ist aus unserer Sicht unangemessen niedrig", so Flatz. "Weiters ist es bewiesen, dass viele Tierquäler im weiteren Leben auch gegen Menschen gewalttätig wurden und ein Großteil psychisch höchst auffällig ist!"
Bei den Strafen sei Österreich EU-weit "auf einem der hinteren Plätze". Das soll sich ändern, gefordert werden bis zu sechs Jahre Haft. Jede Person, die wegen Tierquälerei angeklagt wird, soll von einem Psychiater untersucht werden. Bis Samstagnachmittag unterschrieben über 51.000 Tierfreunde die Petition im Netz.
Die Verdächtigen hatten sich nach der Anzeige selbst der Polizei in Tirol gestellt. Es handelt sich um vier Österreicher im Alter zwischen 16 und 24 Jahren. Laut Polizei zeigten sich alle geständig und reumütig. Nun droht ihnen ein Prozess, die Unschuldsvermutung gilt. Ein mutmaßlich beteiligter Bergbahnen-Mitarbeiter wurde suspendiert.