Ganz Österreich ist schockiert von dem Fall rund um ein kleines Mädchen (7) aus dem Tiroler Oberland. Über einen längeren Zeitraum hinweg soll es von ihren Eltern vernachlässigt worden sein. Massive Unterernährung und eine weit verbreitete, unbehandelte Hautkrankheit waren die Folge.
Mittlerweile wird das Kind in der Klinik Innsbruck behandelt, die Eltern (35 und 40) schweigen unterdessen in U-Haft. Besonders brisant: Die Familie war der Tiroler Kinder- und Jugendhilfe bereits bekannt.
Mehrfach habe die Tiroler Kinder- und Jugendhilfe mit der Familie des Mädchens Kontakt gehabt. Warum nie aufgefallen sei, dass die Siebenjährige wohl kurz vor dem Verhungern war, konnte man laut ORF jedoch nicht beantworten. Auch wann der letzte Kontakt stattgefunden habe, wisse man nicht.
Dass der Zustand des Mädchens so lange unter dem Radar bleiben konnte, habe laut der Staatsanwaltschaft unter anderem möglicherweise daran gelegen, dass das Kind im Heimunterricht war. Zum verpflichtenden Reflexionsgespräch am Ende des Monats sei jedoch niemand erschienen, was die Alarmglocken habe schrillen lassen, wie es im ORF heißt. Das Mädchen habe fortan die Schule besuchen müssen, doch auch dieser Aufforderung kamen die Eltern nicht nach.
Eine Verletzung der Schulpflicht müsste die Schulleitung bei der Bezirksverwaltungsbehörde anzeigen. Ob das tatsächlich passiert sei, wisse man jedoch nicht.