Tier grausamst getötet

Katzen-Killer gestehen Tat – SkiWelt reagiert sofort

Vier junge Männer aus Tirol sollen eine Katze brutal getötet haben. Nach einem schockierenden Video meldeten sie sich selbst bei der Polizei.
Newsdesk Heute
15.05.2026, 12:26
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Ein verstörendes Video aus Tirol sorgt derzeit weit über die Landesgrenzen hinaus für Entsetzen. Zu sehen sein soll, wie mehrere junge Männer auf einem Schotterplatz in Brixen im Thale eine Katze misshandeln und schließlich töten.

Laut Ermittlern passierte die Tat bereits am 30. April. Zwei Jugendliche aus dem Bezirk Kitzbühel erhielten das brutale Video am 2. Mai über einen Messengerdienst und erstatteten sofort Anzeige bei der Polizei in Fieberbrunn.

Die Beamten sicherten das Video und starteten umfangreiche Ermittlungen. Rasch konnten vier mutmaßlich Beteiligte identifiziert werden. Am Donnerstag erschienen die bereits bekannten Verdächtigen schließlich freiwillig bei der Polizeiinspektion Westendorf.

Bei den Beschuldigten handelt es sich um vier Österreicher im Alter zwischen 16 und 24 Jahren. Laut Polizei zeigten sich alle geständig und reumütig. Die Männer werden nun wegen des Verdachts der Tierquälerei bei der Staatsanwaltschaft Innsbruck angezeigt.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Besonders schockierend: In dem Handyvideo soll zu sehen gewesen sein, wie die Männer zunächst versucht hätten, die Katze mit einem Bolzenschussgerät zu töten. Als das schwer verletzte Tier noch lebte, schlug einer der Beteiligten laut Ermittlungen mit einer Schneeschaufel auf die Katze ein. Dazu sollen Gelächter und geschmacklose Kommentare zu hören gewesen sein. Warum die Tat verübt wurde, ist derzeit noch unklar. Die Ermittlungen laufen weiter.

Mutmaßlicher Katzen-Killer suspendiert

Für einen der Beteiligten hat der Vorfall bereits ein Nachspiel. Einer von ihnen ist offenbar Mitarbeiter der SkiWelt Wilder Kaiser–Brixental Bergbahnen. Das Wintersportgebiet hat nach Bekanntwerden sofort reagiert und nach Abklärung der Vorwürfe Konsequenzen angekündigt: Der in Verdacht stehende Mitarbeiter vom Dienst suspendiert, nach Abklärung mit der Polizei steht wohl der Rausschmiss im Raum.

"Tierquälerei ist auf das Schärfste zu verurteilen und steht in keinerlei Weise mit den Werten der SkiWelt in Einklang. Die SkiWelt steht für Verantwortung, Respekt sowie einen achtsamen Umgang mit Natur und Tieren", heißt es dazu in einer Stellungnahme. "Dieser Fall macht jeden Menschen und jeden Tierfreund persönlich betroffen. Man kann sich kaum vorstellen, wie Menschen zu so etwas fähig sein können."

Social Media beschuldigt Unbeteiligte

Die Emotionen schaukeln aber auch den Betreibern der SkiWelt zu hoch. Sie veröffentlichten auf ihren Kanälen einen dringenden Appell: "Wir bitten alle inständig, hört mit eigenen 'Ermittlungen' und öffentlichen Verdächtigungen auf!" Die vier Betroffenen seien von der Polizei noch nicht final der Täterschaft beschuldigt, dennoch würden in den Sozialen Medien bereits ihre mutmaßlichen Identitäten verbreitet.

"Wie leider oft bei derartigen Facebook-Diskussionen werden dabei auch falsche Informationen und falsche Namen verbreitet. Das hat heute bereits dazu geführt, dass vollkommen unbeteiligte und unschuldige Personen massive Beschimpfungen und sogar Morddrohungen erhalten haben", schildert die SkiWelt die erschütternden Folgen: "Das ist absolut inakzeptabel. Wir verstehen die Emotionen und die Betroffenheit vieler Menschen – uns geht es nicht anders. Dennoch leben wir in einem Rechtsstaat."

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 15.05.2026, 12:29, 15.05.2026, 12:26
Jetzt E-Paper lesen