Es waren heftige Szenen, die sich am 12. Februar vor einem Wohnhaus in Kärnten abgespielt haben. Damals fuhr eine Bundespolitikerin dort vor, um ihrem Ex-Freund – ein Polizist – einige persönliche Sachen zurückzugeben, nachdem dieser die Beziehung beendet hatte.
Jedoch wartete dort nicht der Polizist, sondern dessen Ehefrau auf die Nebenbuhlerin. In weiterer Folge kam es zu einem Streit, der dann komplett aus dem Ruder lief. Demnach soll die Angreiferin zu einer Schneeschaufel gegriffen und damit auf die Politikerin eingeprügelt haben.
Diese konnte sich noch in ihr Auto – auch auf dieses soll die Ehefrau eingeschlagen haben – retten und flüchten. Die darauffolgenden Wochen habe die Politikerin dann im Spital verbracht. Bei ihr Verletzungen an Kopf und Oberkörper festgestellt. Darunter eine Gehirnerschütterung und eine Kieferprellung.
Danach wurde sie laut ihrem Anwalt in eine "Spezialklinik für Neurologie", berichtet die "Kleine Zeitung". Dort sei sie nach wie vor. Die Frau leide immer noch an Schmerzen, Schwindelanfällen und Angstzuständen.
Für die Angreiferin dürfte der Fall nun ein rechtliches Nachspiel haben. Gegen sie wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung, der gefährlichen Drohung und Sachbeschädigung eingeleitet, sagte der Sprecher der Klagenfurter Staatsanwaltschaft zur "Kleinen". Es gilt die Unschuldsvermutung.
Das Verfahren gegen die Politikerin – ihr wurde Nötigung vorgeworfen – ist hingegen vom Tisch. "Ein tatbildliches Verhalten im Sinne einer Nötigung liegt nicht vor", hieß es seitens der Staatsanwaltschaft.