Ein besonders schlimmer Fall von Tierquälerei schockiert derzeit Brixen in Tirol: Vier Männer zwischen 16 und 24 Jahren sollen schon am 30. April eine Katze in einer Schottergrube grausam misshandelt und getötet haben. Der Vorfall wurde von ihnen sogar gefilmt. Mittlerweile stellten sich die Verdächtigen selbst bei der Polizeiinspektion Westendorf.
Der Katzenbesitzer geht mit Star-Anwalt Sascha Flatz gegen die vermeintlichen Tierquäler vor. "Die Katze ist entlaufen. Sie wurde ewig lange gesucht, sogar über mehrere Wochen", so Flatz. Die süße Samtpfote gehörte seinem Mandanten. "Seine Mutter hat auf sie aufgepasst. Alle sind sehr traurig und erschüttert." Die Verdächtigen lachen angeblich auf dem Video.
Der Mandant von Sascha Flatz stammt aus Tirol, lebt aber in Oberösterreich. Die Katze hat bei seiner Mutter gelebt. "Über den Tierschutzverein kam der Fall zu mir", so Flatz, der den Fall kostenlos übernahm.
In einer von Flatz und der Hunde-Such-Hilfe gestarteten Petition wird nun eine Gesetzesverschärfung gefordert. "Das derzeit in Österreich vorgesehene Strafmaß bei Tierquälerei ist aus unserer Sicht unangemessen niedrig", heißt es in dem Antrag. "Dieses Sanktionsniveau wird dem Ausmaß des verursachten Tierleids sowie den Anforderungen eines zeitgemäßen Tierschutzrechts nicht gerecht."
Es sei bewiesen, dass viele Tierquäler im weiteren Leben auch gegen Menschen gewalttätig werden. Bei schwereren Fällen von Tierquälerei soll das Strafmaß auf bis zu sechs Jahre Haft angehoben werden.