Oberösterreich

"Untragbar" – darum verlor Bademeister nach Tritt Job

Dramatische Szenen: Ein Bademeister trat einen Gast in Steyr vom Zehn-Meter-Turm. Jetzt erklärt die Stadt, warum er seinen Job los ist.

Johannes Rausch
Ein Video zeigt, wie der junge Gast von dem Steyrer Sprungturm getreten wurde.
Ein Video zeigt, wie der junge Gast von dem Steyrer Sprungturm getreten wurde.
Klaus Mader, Facebook

Noch immer herrscht Kopfschütteln über den Vorfall: Vor rund zwei Wochen soll der Mitarbeiter im Steyrer Freibad einen jungen Mann sehr unsanft per Fußtritt vom Turm befördert haben. Davor soll es einen Streit gegeben haben. Der Besucher konnte oder wollte nicht springen. 

Ein Video vom Vorfall sorgte für Empörung. Darauf ist ziemlich deutlich zu sehen, dass der Mann sich noch am Geländer festhalten wollte, dann aber ins Becken stürzte.

Bademeister verliert Job

Mittwochfrüh gab es ein Gespräch zwischen den Stadtbetrieben und dem Bademeister: "Das Dienstverhältnis wird aufgelöst", sagt der Sprecher des Magistrats, Bernhard Pospisil, zu "Heute".

Es gebe eine einvernehmliche Kündigung, der Betroffene werde jetzt noch seinen Urlaub abbauen. Der Mann ist nach Angaben der Stadt einsichtig und hat einen Fehler eingestanden

Jetzt meldet sich auch die für das Freibad verantwortliche Einrichtung zu Wort: "Allen Beteiligten, auch dem Bademeister, war von Anfang an klar, dass das Verhalten nicht tragbar ist. Die Zeugenaussagen und auch das Video haben das nur bestätigt", erklärt der Geschäftsführer der Stadtbetriebe, Peter Hochgatterer. Insofern sei die einvernehmliche Beendigung des Dienstverhältnisses eine logische Folge.

"Allen Beteiligten, auch dem Bademeister, war von Anfang an klar, dass das Verhalten nicht tragbar ist. Die Zeugenaussagen und auch das Video haben das nur bestätigt." Stadtbetriebe-Steyr-Geschäftsführer Peter Hochgatterer

"Für uns ist die Causa damit nun beendet", so Pospisil. Nach wie vor habe sich kein Opfer gemeldet. Man erwäge allerdings, künftig spezielle Schulungen für Bademeister im Umgang mit Gewalt und Konflikten anzubieten. Mit jungen Männern gäbe es generell in Freibädern teilweise Probleme.

"Für uns ist die Causa damit nun beendet." Bernhard Pospisil, Sprecher Magistrat Steyr

Heuer schon 41 tödliche Badeunfälle

Die Badesaison neigt sich dem Ende zu, das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) meldet sich mit einer schrecklichen Bilanz: Seit Jahresbeginn sind 41 Menschen gestorben, allein im Juli und August waren es 22 Badetote. Somit gab es heuer schon jetzt so viele tödliche Badeunfälle wie im ganzen vergangenen Jahr. 

Ein Mitgrund für die negative Entwicklung seien in der Corona-Zeit entfallene Kurse. Laut KFV kann jeder Zehnte zwischen fünf und 19 Jahren bzw. sieben Prozent der Gesamtbevölkerung nicht schwimmen.

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