In Salzburg sorgt eine geplante Veranstaltung erneut für politische Diskussionen. Anfang April soll im Messezentrum wieder eine türkische Kulturmesse stattfinden - doch der Widerstand wächst, berichtet die "Kronen Zeitung".
Das Event ist für das Osterwochenende von 3. bis 6. April angesetzt und soll als Treffpunkt für Kultur und Wirtschaft dienen. Schon im Vorjahr gab es Kritik, die nun wieder aufflammt. Im Fokus stehen dabei sowohl einzelne angekündigte Gäste als auch der Veranstalter.
Kritik gibt es vor allem an der Organisation ALIF Linz, die als Teil der Milli-Görüş-Bewegung (IGMG) gesehen wird. Diese wird als muslimisch-erzkonservativ eingeordnet. Auch die Dokumentationsstelle Politischer Islam beschäftigt sich mit entsprechenden Strukturen und sieht in solchen Gruppierungen unter anderem den Versuch, "die Ideologisierung Türkeistämmiger" im Ausland voranzutreiben, heißt es in dem Bericht der Tageszeitung.
Die FPÖ in Salzburg geht deshalb auf die Barrikaden. Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek stellt gegenüber der "Krone" klar: "Diese Messe ist kein harmloses Kulturfest". Besonders kritisch sieht sie einzelne auftretende Künstler: "Einige sind in der Vergangenheit mit antisemitischen Aussagen und antiwestlicher Rhetorik aufgefallen".
Schon im Vorjahr wurde die Veranstaltung im Vorfeld diskutiert, letztlich aber nicht untersagt. Messezentrum-Chef Alexander Kribus verweist in der Tageszeitung darauf, dass damals alles ordnungsgemäß ablief: "Die Veranstaltung ist vergangenes Jahr ohne Probleme und Beanstandungen über die Bühne gegangen". Gleichzeitig betont er: "Wie für jeden Veranstalter gilt aber: Der gesetzliche Rahmen ist zu wahren."
Die Freiheitlichen fordern dennoch ein Einschreiten! "Wer Integration ernst meint, darf solchen Entwicklungen keinen Raum geben. Die Veranstaltung ist in ihrer Form nicht tragbar!", so die FPÖ Salzburg zur "Krone".