"Nichts mehr übrig" – Wagner-Chef in heller Panik

Jewgeni Prigoschin und seine Wagner-Söldner posieren am 8. März 2023 vor dem Zweiter-Weltkrieg-Denkmal im Osten der Stadt Bachmut.
Jewgeni Prigoschin und seine Wagner-Söldner posieren am 8. März 2023 vor dem Zweiter-Weltkrieg-Denkmal im Osten der Stadt Bachmut.Telegram / Gruppe Wagner
Der frühere Leibkoch von Wladimir Putin und nunmehrige Anführer der Söldnergruppe Wagner liefert sich seit Wochen einen Infight mit dem Kreml. 

Der Chef der Söldnertruppe Wagner, Jewgeni Prigoschin, fürchtet offenbar um seine Macht, wie aus einer von ihm veröffentlichten Meldung hervorgeht. Er sei von der Tageszeitung "Nezavisimaya Gazeta" angefragt worden, ob er Kenntnis von Gesprächen zwischen Wladimir Putin und Nikolai Patruschew, dem Sekretär des Sicherheitsrats habe, in denen es um die Zukunft der Wagner-Gruppe gegangen sei.

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Soll Prigoschin "neutralisiert" werden?

Beim Gespräch soll Putin gesagt haben, dass in anderthalb bis zwei Monaten von Prigoschins Truppen in der Ukraine "nichts mehr übrig" sein werde. Patruschew habe seinerseits Putin gewarnt, Prigoschin wolle mit den restlichen Söldnern an der Grenze zur Ukraine Gebiete besetzen. Er habe aber die Situation im Griff und bereits entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet. Putin habe Patruschew dann dafür gedankt, Wagner und vor allem Prigoschin "zu neutralisieren".

Laut dem renommierten Institute for the Study of War ISW gibt es allerdings keine Hinweise auf ein solches Gespräch. Es wird vermutet, dass Prigoschin es erfunden hat, um Patruschew die Schuld in die Schuhe schieben zu können, wenn seine Truppen scheitern sollten. Die Wagner-Gruppe ist derzeit vor allem bei Bachmut in schwere Kämpfe verwickelt und hat schon Abertausende Soldaten verloren.

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