ATV-Star Guido wird von fiesem Stalker verfolgt

Telefonterror, Fake-Profile und mysteriöse Pakete: Der aus "Nie wieder Single" bekannte ATV-Star wird von einem Stalker verfolgt. Jetzt packt er aus.

Mit seinen eigenwilligen Tanzschritten wurde der Guido Maderthaner in den ATV-Sendungen "Nie wieder Single" und "Guido sucht das Glück" zur Kultfigur. Ausschnitte mit seinen besten Sagern sammelten in den sozialen Medien hunderttausende Klicks. Jetzt ist er auch auf TikTok aktiv und streamt dort für seine 56.000 Fans. Mit dem Erfolg kamen leider auch Neid und Hass.

"Wenn mich die Leute *****sohn oder Trottel schimpfen, tut mir das nicht weh. Richtig weh tun die Angriffe im Privatleben", klagt er im "Heute"-Interview. Regelmäßig müssen sich TikTok-Moderatoren darum kümmern, untergriffige Profile zu blockieren oder stumm zu schalten. Einer von ihnen soll die Seiten gewechselt haben. Der Unbekannte stalkt Guido auf verschiedene Arten – durch Telefonterror, Fake-Profile und Paketzusendungen möchte er ihm das Leben zur Hölle machen.

Im "Heute"-Interview spricht Guido Maderthaner erstmals über das Stalking.
Im "Heute"-Interview spricht Guido Maderthaner erstmals über das Stalking.Denise Auer

Telefonterror soll sein Business zerstören

Als aufstrebender TikTok-Influencer erstellte Guido eine eigene WhatsApp-Gruppe für sein kleines Moderatoren-Team, das den Hatern das Handwerk legen soll. Sein Verdacht war, dass ein Maulwurf seine Handynummer einem fremden Moderator übermittelte, der Groll gegen ihn hegt. Sobald Guido live geht, klingelt das Handy minutenlang Sturm.

"Er nennt sich Destroyer Gangster und will meine Livestreams zerstören. Durch den Anruf senken sich die Zuschauerzahlen und damit fährt er mir rein." Nicht nur, dass damit Guidos Nerven strapaziert werden, kann die Schikane einen herben Verdienstverlust bedeuten. Denn als TikToker ist er auf sogenannte "Geschenke", meistens Geldsummen, angewiesen.

Hilfesuchend ging er zur Polizei: "Ich habe mehrere Stunden auf Polizeistationen verbracht. Ich habe ihnen auch den möglichen Verdächtigen gezeigt. Sie rieten mir einfach nur, meine Telefonnummer zu ändern", erzählt der 44-Jährige fassungslos.

Im "Heute"-Talk spricht Guido über Hass im Netz, Stalking und behördliches Versagen:

Fake-Profil stellt ihn als Massenmörder dar

Vor einigen Wochen entdeckte der Wiener auf einem anderen sozialen Netzwerk Schauderhaftes: "Mich hat jemand vor ein paar Wochen als einen serbischen Kriegsverbrecher bezeichnet. Das geht einfach zu weit!" Dabei erstellte der Stalker ein Instagram-Profil, postete ein Foto des ATV-Stars und schrieb darunter: "Guido Maderthaner massakrierte in üppigen Genoziden bis zu 4.000 bosnische Bolschewiken."

Da er diese Lügen nicht ungestraft lassen wollte, suchte er auch diesmal die Polizei auf. Anstatt gegen den Tatbestand des Cyber-Mobbings vorzugehen, hätte der Beamte ihm aber erklärt, dass er sich an das Bezirksgericht wenden solle. Verzweifelt über den bürokratischen Aufwand verzichtete Guido auf den Amtsweg. 

Jetzt landete Paket in seinem Briefkasten

Vor zwei Tagen erreichte das Stalking seine Haustür und brachte das Fass zum Überlaufen. Guido fand in seinem Briefkasten ein Packerl mit Markenkleidung vor – die er nie bestellt hatte. Ob mittlerweile auch eine Rechnung eingelangt ist, weiß er nicht: "Ich traue mich gar nicht mal mehr ins Postkasterl zu schauen, weil ich mich davor fürchte, was als nächstes kommt. Das sind Eingriffe in meine Privatsphäre."

Der ATV-Star fühlt sich vom Rechtsstaat im Stich gelassen und appelliert: "Ich bin der Meinung, dass TikTok sich nicht ändern wird, weil sie von der aufgehetzten Stimmung profitieren. Aber die Behörden sollten sich genauer mit diesen Fällen beschäftigen und sie wirklich bearbeiten."

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