Wal-Drama geht weiter

"Niederbrennen" – "Timmy"-Ultras bedrohen Museum

Nach dem Tod von Buckelwal "Timmy" eskalierte der Hass im Netz: Experten wurden bedroht, ein Museum sollte sogar angezündet werden.
Newsdesk Heute
23.08.2026, 17:43
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Es war das tierische Drama des Jahres: Im Frühling ist der Buckelwal "Timmy" mehrfach an den Küsten von Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gestrandet. Das Tier war verletzt und stark geschwächt, Fachleute rieten von einer Rettungsaktion ab.

Dennoch kam es dann zum Versuch einer privaten Initiative, um den Meeressäuger zu befreien. Dafür gab auch der Umweltminister Mecklenburg-Vorpommerns, Till Backhaus (SPD) grünes Licht. Schlussendlich wurde "Timmy" abtransportiert, Mitte Mai jedoch tot am Strand der dänischen Insel Anholt angespült.

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Heftige Drohungen

Einige Fachleute, die sich gegen die Rettung ausgesprochen haben, waren Forscher des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund. Um den Wal hatte sich damals schon ein regelrechter Fan-Kult entwickelt. Mitte März meldete sich auch ein reichweitenstarker Influencer zu Wort und sprach den Fachleuten die Expertise ab.

Dies habe dann zu einer Welle von Hasskommentaren, Anfeindungen und Drohungen auf Social Media, in E-Mails und Telefonaten geführt, berichtet die "Krone". Demnach habe man damit gedroht, das Museum niederzubrennen. Eine andere Person schrieb: "Ich reiße Sie öffentlich in Stücke – das ist keine Drohung, sondern ein Versprechen."

Zudem wurde dem Museum vorgeworfen, dass man den Buckelwal absichtlich sterben lassen wolle, um dann sein Skelett auszustellen oder es verkaufen zu können. Die Lage für die Angestellten sei schrecklich gewesen.

Mitarbeiter in Angst

Demnach habe man bei der Stadt für alle in den Medien namentlich genannten Experten Auskunftssperren beantragt. So wollte man verhindern, dass Adressen und persönliche Daten nicht an Privatleute und Firmen weitergegeben werden. Des Weiteren habe man auf der Website die Teamseite zeitweise ausgeblendet.

Die Mitarbeiter hätten Angst vor Übergriffen auf der Straße gehabt. Zudem seien auch Familienangehörige der Experten angeschrieben worden, verriet Museumsdirektor Burkard Baschek der "Bild". Mehrere Sachverhalte würden seitens der Polizei geprüft werden.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 23.08.2026, 17:47, 23.08.2026, 17:43