Niederösterreicherin (29): Schlaganfall nach AstraZeneca

Eine Impfung mit dem Vakzin von AstraZeneca (Symbolbild)
Eine Impfung mit dem Vakzin von AstraZeneca (Symbolbild)MARTIN BUREAU / AFP / picturedesk.com
Eine 29-jährige Niederösterreich erlitt vier Tage nach einer Impfung mit dem Vakzin von AstraZeneca einen Schlaganfall. Viele Fragen sind noch offen. 

Von einem tragischen Schicksalsschlag berichtet die "Kronen Zeitung" am Sonntagabend in ihrer Onlineausgabe. Eine 29-jährige Niederösterreicherin erhielt die Impfung mit dem AstraZeneca-Wirkstoff. Vier Tage später erlitt sie einen medizinischen Notfall. 

Medizinisch sind nach dem Schlaganfall noch einige Fragen offen, für die junge Frau ist klar, dass nur die Spritze den Insult im Kleinhirn ausgelöst haben kann. Laut "Krone" handelte es sich nur um einen "leichten" Schlaganfall. Die Betroffene wird in dem Bericht mit den Worten zitiert, dass sie "der Impfung ja gar nicht böse" sei. Sie sei "Impfbefürworterin", "gegen alles geimpft". 

Sie habe über die möglichen Nebenwirkungen gehört, aber nicht groß darüber nachgedacht. "Ich hätte nie erwartet, dass es mich trifft", sagt die Frau, die anonym bleiben will zur "Krone". Die 29-Jährige arbeitet in einem Spital mit Neugeborenen, ihre Impfung entsprach also dem Impfplan. Sie habe sich aus "Verantwortung" impfen lassen. 

Ärzte glaubten Frau nicht

Nach dem Stich sei es ihr zunächst "sehr gut gegangen", heißt es. Am folgenden Tage hatte sie "nur" leicht erhöhte Temperatur. Auf Grund der ausbleibenden Nebenwirkungen habe sie schon "damit abgeschlossen". Doch der große Schock kam dann wenige Tage später.

Die Niederösterreicherin wachte in der Nacht mit "ganz starkem Schwindel" auf. Die Diagnose: Schlaganfall im Kleinhirn. Bei anschließenden Untersuchungen wurde dann ein angeborenes Loch im Herzen gefunden. Kritik übt die junge Frau an den behandelnden Ärzten. Sie fühlte sich nicht ernst genommen. Ein Zusammenhang mit dem Stich sei "einfach abgetan" worden, heißt es in dem Bericht. Schlussendlich meldete sie zusammen mit dem privaten Kardiologen beim Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) als mögliche Nebenwirkung ein. 

Frau muss Therapie machen 

Mittlerweile gehe es der Frau physisch dem Umständen entsprechend gut. Psychisch sieht es anders aus. Sie macht eine Psychotherapie. Den Vorfall bezeichnet sie als "Riesenknacks". "Du bist mitten im Leben, und dann dann so etwas", zeigt sich die Frau etwas ratlos. 

Wie es nun weitergeht, ist noch nicht klar. Ob sie sich die zweite Teilimpfung geben lässt, weiß sie nicht. Zwar habe sie Angst, aber bei einer halben Impfung wolle sie auch nicht bleiben. Generell abraten will sie von einer AstraZeneca-Impfung nicht. Allerdings: "Meinen gleichaltrigen Freundinnen würde ich jedenfalls einen anderen (Impfstoff) empfehlen."

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