Der renommierte US-Ökonom Joseph Stiglitz, der 2001 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften erhielt, hat US-Präsident Donald Trump für dessen Wirtschafts- und Handelspolitik scharf kritisiert.
"Der US-Präsident hat eine Handgranate auf die US-Wirtschaft und die Weltwirtschaft als Ganzes geworfen", so der Experte. Trump zerstöre damit "das internationale Recht ebenso wie das amerikanische".
Wie n-tv.de unter Berufung auf das Handelsblatt berichtet, bezeichnet Stiglitz Trumps Zollpolitik als "selbstschädigend". Die politische Unsicherheit halte Unternehmen von Investitionen ab, während Verbraucher zunehmend verunsichert seien.
Besonders besorgt zeigt sich der Nobelpreisträger über die Lage am Arbeitsmarkt. Im Jahr 2025 habe es "so gut wie kein Beschäftigungswachstum" in den USA gegeben. Die jüngsten Daten zeigten zudem, dass im Februar "eine beträchtliche Anzahl an Arbeitsplätzen verloren" gegangen sei.
Auch die hohen Investitionen in Künstliche Intelligenz sieht Stiglitz kritisch. Es handle sich möglicherweise um eine "gefährliche Blase", von der niemand sagen könne, wann sie platze. Sollte dies geschehen, drohe der US-Wirtschaft eine Stagflation.
Die Entwicklung sei "nicht nur für die US-Wirtschaft eine Katastrophe, sondern für die gesamte Weltwirtschaft", warnt Stiglitz. Er verweist dabei auf steigende Energiepreise und wachsende geopolitische Spannungen, die auch durch den Konflikt im Iran verschärft würden.