"Rote Linie überschritten"

EU plant brutalen Gegenschlag auf Trumps Zolldrohungen

Die EU erwägt als Reaktion auf neue US-Zolldrohungen umfassende Gegenmaßnahmen und könnte ein Handelsabkommen mit den USA stoppen.
Newsdesk Heute
18.01.2026, 20:29
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Die EU bereitet laut einem Medienbericht einen handelspolitischen Gegenschlag auf die jüngsten Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump vor. Auch Deutschland spricht sich dafür aus, Strafzölle und andere Sanktionen gegen die USA zu prüfen.

Das berichtet das "Handelsblatt" am Sonntag und beruft sich dabei auf EU-Kreise. Dafür soll das sogenannte Instrument zur Bekämpfung wirtschaftlicher Zwangsmaßnahmen vorbereitet werden, das in Brüssel als "nukleare Option" in Handelsstreitigkeiten gilt. Gegenzölle über 93 Milliarden Euro wären demnach möglich.

Frankreich drängt laut dem Bericht darauf, die Gegenmaßnahmen rasch zu beschließen. Schon am Montag könnte es laut "Handelsblatt" einen Sondergipfel der EU-Staaten geben. Die Details werden noch zwischen den Regierungen abgestimmt. Möglich ist ein Treffen in Brüssel oder eine Videokonferenz.

Es werde "nichts" ausgeschlossen

Mit dem Einsatz des Instruments zur Bekämpfung wirtschaftlicher Zwangsmaßnahmen würden die Mitgliedsstaaten der EU-Kommission weitreichende Handlungsoptionen geben und eine Drohkulisse gegenüber Washington aufbauen. Aus deutschen Regierungskreisen heißt es laut "Handelsblatt", dass Trump eine rote Linie überschritten habe, daher werde "nichts" ausgeschlossen.

Auch das Handelsabkommen, das die Trump-Regierung den Europäern im Sommer abgerungen hat, soll laut dem Bericht gestoppt werden. Eigentlich hätte das Europaparlament das Abkommen am Mittwoch ratifizieren sollen. Dass sich in der jetzigen Situation eine Mehrheit dafür findet, gilt aber als fast ausgeschlossen. Das betonen bereits mehrere Politiker.

Trump hatte am Samstag erklärt, bis zu einem Verkauf der zu Dänemark gehörenden Insel Grönland an die USA sollen Deutschland, Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Finnland ab 1. Februar zehn und ab 1. Juni dann 25 Prozent zusätzliche Zölle zahlen.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 18.01.2026, 21:35, 18.01.2026, 20:29
Jetzt E-Paper lesen