Europa im Visier

Trump verhängt neue Strafzölle wegen Grönland-Streit

US-Präsident Donald Trump verhängt wegen des Streits um Grönland Strafzölle gegen europäische Länder und droht mit weiteren Maßnahmen.
Newsdesk Heute
17.01.2026, 18:22
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US-Präsident Donald Trump hat im Streit um Grönland neue Strafzölle gegen Deutschland und weitere europäische Länder angekündigt. Solange die USA die zu Dänemark gehörende Insel nicht kaufen könnten, sollen Deutschland, Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Finnland ab 1. Februar zehn Prozent mehr Zoll auf alle Waren zahlen, die sie in die USA liefern.

Das gab Trump am Samstag bekannt. Ab 1. Juni würden die Zölle dann auf 25 Prozent angehoben.

Dieser Aufschlag gelte so lange, "bis eine Einigung über den vollständigen und kompletten Kauf Grönlands erzielt ist", schrieb Trump auf seiner Onlineplattform Truth Social. Den betroffenen Ländern warf er vor, im Streit um Grönland ein "sehr gefährliches Spiel" zu treiben und dabei ein "Risiko" einzugehen, das nicht mehr "tragbar" sei.

Es sei daher "unerlässlich, zum Schutz des globalen Friedens und der globalen Sicherheit entschiedene Maßnahmen zu ergreifen, damit diese potenziell gefährliche Situation schnell und fraglos beendet wird".

Auch militärische Gewalt schloss Trump nicht aus

Trump hatte in den letzten Wochen immer wieder Ansprüche auf Grönland erhoben und das mit den Sicherheitsinteressen der USA in der Arktis begründet. Immer wieder war von einem Kauf der zu Dänemark gehörenden Insel die Rede. Auch militärische Gewalt schloss Trump nicht aus.

Wegen der Drohungen des US-Präsidenten läuft derzeit eine militärische Erkundungsmission mehrerer Nato-Staaten in Grönland, an der auch Deutschland teilnimmt. Am Freitag sind 15 Bundeswehrsoldaten in Grönland angekommen. Auch Frankreich, Schweden und Norwegen machen bei der Mission mit.

Grönland ist ein autonomes Gebiet und gehört zu Dänemark, das wie die USA Mitglied der Nato ist. Der Streit um die Arktis-Insel könnte daher auch den Zusammenhalt in der Nato gefährden.

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