Mission gestartet

Erste Bundeswehr-Soldaten in Grönland eingetroffen

Mehrere NATO-Länder entsenden Soldaten nach Grönland, um angesichts internationaler Spannungen eine Militärübung in der Arktis vorzubereiten.
Newsdesk Heute
16.01.2026, 20:11
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Im Rahmen einer Erkundungsmission mehrerer Nato-Länder sind am Freitagabend 15 deutsche Bundeswehrsoldaten in Grönland angekommen. Das Flugzeug sei kurz vor 18 Uhr gelandet, bestätigte ein Sprecher der Bundeswehr gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Zuerst flog das Erkundungsteam ins dänische Karup, von dort aus machten sich deutsche und dänische Soldaten gemeinsam auf den Weg nach Grönland. Die Mission findet vor dem Hintergrund der Drohungen der USA zur Übernahme Grönlands statt.

Das Verteidigungsministerium in Berlin hatte bereits am Mittwoch angekündigt, Bundeswehrsoldaten für diese Erkundungsmission nach Grönland zu schicken. Auch Frankreich, Schweden und Norwegen sind an der Aktion beteiligt. Auslöser sind die Drohungen von US-Präsident Donald Trump, Grönland übernehmen zu wollen. Ein Krisentreffen zwischen den USA, Dänemark und Grönland in Washington am Mittwoch brachte kein Ergebnis.

Trump droht weiter

Trump hat den Einsatz militärischer Mittel nicht ausgeschlossen. Er rechtfertigt seine Pläne mit Sicherheitsinteressen in der Arktis und verweist auf die verstärkten Aktivitäten von China und Russland in der Region.

Die Erkundungsmission mehrerer Nato-Länder soll nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums in Grönland die Planung einer Militärübung vorbereiten – zum Beispiel mit Seefernaufklärer-Flugzeugen vom Typ P 8 Poseidon, so ein Sprecher des Ministeriums in Berlin. "Auch der Einsatz von Fregatten oder anderen Marineeinheiten zur Seeraumüberwachung ist denkbar, theoretisch auch die Verlegung von Eurofightern", fügte er hinzu. "All diese Dinge werden jetzt in Erwägung gezogen, und dann wird geprüft, was möglich ist."

Laut Verteidigungsministerium geht es bei der Erkundungsmission "darum, die Möglichkeiten der Gewährleistung der Sicherheit mit Blick auf russische und chinesische Bedrohungen in der Arktis zu eruieren". Dies erfolge "auf Einladung und unter der Führung unserer dänischen Bündnispartner".

{title && {title} } red, {title && {title} } 16.01.2026, 20:11
Jetzt E-Paper lesen