Nach Treffen in USA

Grönlands Außenministerin ringt mit den Tränen

Nach Gesprächen mit dem Gipfel in den USA war Vivian Motzfeldt, die Außenministerin von Grönland, sichtlich bewegt. Sie sprach über den enormen Druck.
Newsdesk Heute
15.01.2026, 17:17
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Direkt nach dem Treffen mit US-Vizepräsident JD Vance sowie US-Außenminister Marco Rubio in Washington griffen die Delegierten aus Grönland und Dänemark erst einmal zur Zigarette. Die Bilder von Vivian Motzfeldt und Dänemarks Außenminister Lars Rasmussen beim Rauchen gingen am Mittwoch um die Welt. Wie "20 Minuten" berichtet, versuchten viele User im Netz, aus diesen Szenen Schlüsse auf den Verlauf des Gesprächs zu ziehen.

Enorme Belastung

Doch Motzfeldt zeigte noch deutlicher, wie sehr ihr die Situation zusetzt: Im Gespräch mit Journalisten vom grönländischen Rundfunk KNR kamen ihr die Tränen. "Die letzten Tage waren hart", sagte sie mit der Hand auf dem Herzen. Die Belastung sei enorm gewesen. "Wir haben uns vorbereitet, und der Druck wurde immer stärker. Wir tun alles, damit wir in Grönland sicher leben können."

"Das Treffen verlief respektvoll, und wir haben unsere Grenzen aufgezeigt", zitierte die größte Zeitung Grönlands, "Sermitsiaq", Motzfeldt bei einer Pressekonferenz nach dem Treffen. Jetzt sei es entscheidend, nach vorne zu schauen. Auf die Inhalte der nicht-öffentlichen Gespräche wollte sie aber keine Details preisgeben.

Aggressive Töne, wenig Zurückhaltung im Netz

Dass eine Außenministerin öffentlich so emotional reagiert, liegt auch am enormen Druck aus den USA. Anspruchserklärungen gegenüber Grönland und die aggressive Rhetorik von US-Präsident Donald Trump und seinen Unterstützern machen die Lage nicht leichter. Auch in den sozialen Medien wird nicht gerade leise agiert: Erst kürzlich veröffentlichte Katie Miller, Ehefrau von Trumps Sicherheitsberater, eine Karte von Grönland in den Farben der US-Flagge.

Mittlerweile sind auf Einladung Dänemarks die ersten NATO-Staaten aktiv geworden und haben Erkundungsteams nach Grönland geschickt – darunter auch Deutschland. Dänemark hat zudem seine Militärpräsenz auf der Insel bereits verstärkt.

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