Irans geistliches Oberhaupt

Regierungsfreundliche Aufmärsche als "Warnung" an USA

Irans geistliches Oberhaupt Chamenei sieht Gegendemonstrationen als Warnung an die USA und spricht von vereitelten Plänen ausländischer Feinde.
Newsdesk Heute
12.01.2026, 22:42
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Das geistliche Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, hat die jüngsten Demonstrationen von Regierungsunterstützern in seinem Land als "Warnung" an die Vereinigten Staaten bezeichnet. Diese "massiven" und mit "voller Entschlossenheit" abgehaltenen Versammlungen hätten "den Plan ausländischer Feinde durchkreuzt, der von inländischen Söldnern umgesetzt werden sollte", sagte Chamenei am Montag laut iranischem Staatsfernsehen, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet.

Teilnehmer der seit etwa zwei Wochen andauernden Proteste gegen die iranische Führung werden von dieser immer wieder als Agenten der USA hingestellt, die einen Umsturz der Islamischen Republik planen. Die jetzigen Gegendemonstrationen von Regierungsunterstützern seien "eine Warnung an amerikanische Politiker, ihre Hinterlist zu beenden und sich nicht auf verräterische Söldner zu verlassen", so Chamenei.

In Teheran sind am Montag laut staatlichen Medien tausende Menschen einem Aufruf der Regierung zu Gegenprotesten gefolgt. Bilder im Staatsfernsehen zeigen eine große Menschenmenge auf dem Revolutionsplatz im Zentrum der Hauptstadt. Viele haben dort die Flagge der Islamischen Republik geschwenkt. Ähnliche Kundgebungen zur Unterstützung der Regierung gab es auch in anderen Städten des Landes.

Trump drohte dem Iran

US-Präsident Donald Trump hat in den vergangenen Tagen mehrfach mit einem Eingreifen im Iran gedroht. Grund dafür ist das gewaltsame Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen die regierungskritischen Demonstrationen.

Nach Angaben der in Norwegen ansässigen Menschenrechtsgruppe Iran Human Rights (IHR) wurden bei den Einsätzen der Sicherheitskräfte gegen die Proteste mindestens 648 Demonstranten getötet, darunter auch neun Minderjährige. Laut Schätzungen der Organisation könnte die Zahl der Todesopfer sogar bei mehr als 6000 liegen.

Die Proteste im Iran haben wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage begonnen und sich dann zu Massendemonstrationen gegen die Führung in Teheran ausgeweitet.

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