Etwas Ungewöhnliches spielte sich auf einem Flug der Turkish Airlines von Istanbul nach Barcelona ab. Türkischen Medienberichten zufolge musste die Maschine notlanden, nachdem ein Internet-Hotspot Bombenalarm ausgelöst hatte.
Der Passagier hatte den Namen offenbar so gewählt, dass er eine bedrohliche Botschaft anzeigte, so die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Sicherheitskräfte umstellten den Jet daraufhin, bestätigt der Flughafenbetreiber Aena.
Laut NTV wurden alle Passagiere und die Besatzung aus dem Flieger gebracht, danach haben Spezialkräfte das Flugzeug durchsucht. Einen Sprengsatz hat man aber nicht gefunden, das teilte der Flughafenbetreiber Aena später mit. Turkish Airlines hat auf Nachfrage zu dem Vorfall vorerst nicht reagiert.
Eine Autorin der türkischen Online-Zeitung T24 war an Bord. Sie berichtet, dass die Passagiere nach der Landung das Flugzeug in Zweier- oder Dreiergruppen verlassen mussten, jeweils mit zehn Minuten Abstand. Zuerst wurde das Handgepäck in einem kleinen Bus durchleuchtet, den sie für ein Röntgengerät gehalten hat. "Nach einer Kontrolle durch einen Spürhund konnten wir unser Handgepäck abholen und wurden in eine Halle gebracht."
Die Sicherheitsleute beschreibt sie als "ernst, aber sehr höflich." In der Halle wurden dann weitere Maßnahmen getroffen, wie das Aufnehmen von Namen, Telefonnummern und Passnummern. "Obwohl die Passagiere dieses Unbehagen erleben mussten, verhielt sich die überwiegende Mehrheit, soweit ich das beurteilen konnte, sehr ruhig und besonnen", so die Journalistin. Den Flughafen durfte man erst vier Stunden nach der Landung wieder verlassen.