Das Video der Attacke ging um die Welt: Als Suzi M. die damalige Ministerpräsidentin des Northern Territory, Natasha Fyles, auf einem Wochenmarkt in Darwin (Australien) erblickte, griff sie zur "Waffe". Aus Protest gegen die Corona-Impfpflicht watschte sie ihr eine gefüllte Palatschinke ins Gesicht.
Der Vorfall aus dem September 2023 hatte nun ein ernstes Nachspiel. Vor Gericht blieb die Angreiferin stur und sprach von einer Form des Protests gegen die Corona-Maßnahmen. Die Richterin sah das anders und verurteilte sie zu zwölf Monaten Haft auf Bewährung, berichtet "ABC News".
Begründet wurde das Urteil insbesondere damit, dass die Tat nicht aus dem Affekt, sondern geplant und vorsätzlich stattfand. Suzi hat den Crêpe direkt vor Ort gekauft und bat sogar noch jemanden, die Tat zu filmen. "Es war kein legitimer Protest, es war ein Angriff", fasste es die Richterin zusammen.
Im Gerichtssaal glänzte die Angeklagte mit elendslangen Dokumenten über Verschwörungstheorien, Täter-Opfer-Umkehr und unterbrach die Richterin mehrmals. Erst die Drohung, den Sicherheitsdienst hinzuzuziehen, brachte Ruhe. Nach dem Urteil, das sie vor dem Gefängnis bewahrt, brach sie in Tränen der Dankbarkeit aus.