Deutschland und sieben weitere Länder haben am Sonntag scharf auf die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Sonderzölle reagiert. Auslöser für die Zolldrohungen ist der Streit um Grönland. In einer gemeinsamen Stellungnahme erklärten Deutschland, Dänemark, Finnland, Frankreich, die Niederlande, Norwegen, Schweden und Großbritannien: "Zolldrohungen untergraben die transatlantischen Beziehungen und bergen das Risiko einer Eskalation." Gleichzeitig betonten sie: "Wir sind entschlossen, unsere Souveränität zu wahren."
US-Präsident Donald Trump hat im Streit um Grönland neue Strafzölle gegen Deutschland und weitere europäische Länder angekündigt. Solange die USA die zu Dänemark gehörende Insel nicht kaufen könnten, sollen Deutschland, Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Finnland ab 1. Februar zehn Prozent mehr Zoll auf alle Waren zahlen, die sie in die USA liefern.
Dieser Aufschlag gelte so lange, "bis eine Einigung über den vollständigen und kompletten Kauf Grönlands erzielt ist", schrieb Trump auf seiner Onlineplattform Truth Social. Den betroffenen Ländern warf er vor, im Streit um Grönland ein "sehr gefährliches Spiel" zu treiben und dabei ein "Risiko" einzugehen, das nicht mehr "tragbar" sei.