Noch ein Stich! Ministerium sagt neuen Impf-Hammer an

Das große Impf-Zentrum beim Austria-Center in Wien-Donaustadt.
Das große Impf-Zentrum beim Austria-Center in Wien-Donaustadt.HELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com
Das Nationale Impfgremium empfiehlt eine weitere Impfung für mit Johnson & Johnson geimpfte Personen – und zwar bereits nach 28 Tagen.

"Die Studien zeigen deutlich: Die Impfung wirkt! Die Corona-Schutzimpfung ist unser einziger Weg aus der Pandemie. Ich appelliere daher an alle, sich zeitgerecht ihre empfohlene Impfdosis abzuholen. Dies gilt ausdrücklich auch für Frauen und Männer mit Kinderwunsch sowie für stillende und schwangere Frauen. Um gut durch den Winter zu kommen, müssen wir als Gesellschaft gut gegen die Delta-Variante geschützt sein. Ich bedanke mich herzlich bei den Kolleg:innen in den Bundesländern, die die laufend aktualisierten Empfehlungen des Nationalen Impfgremiums Tag für Tag mit vollem Einsatz umsetzen", so Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein.

Aufgrund neuer Daten und Erkenntnisse hat das Nationale Impfgremium die Anwendungsempfehlungen für die Corona-Schutzimpfung aktualisiert. Daten aus Österreich zeigen, dass die Schutzrate vor Infektionen bei zweifach geimpften Personen deutlich höher ist, als bei Personen, die nur einmal geimpft wurden. Das war schon für 1 Dosis von Vaxzevria (AstraZeneca) und Comirnaty (BioNTech/Pfizer) bekannt, gilt aber auch für den als 1-Dosis-Schema zugelassenen Impfstoff COVID-19-Vaccine Janssen. Das wurde besonders bei jüngeren Personen beobachtet.

28 Tage nach Erstimpfung

Daher empfiehlt das Nationale Impfgremium, dass auch Personen, die mit dem COVID-19-Vakzin Janssen einmalig geimpft wurden, zeitnah eine weitere Impfdosis erhalten sollen. Die zweite Impfung wird mit einem mRNA-Impfstoff (Moderna oder BioNTech-Pfizer) empfohlen und soll zeitnah, frühestens aber 28 Tage nach der Erstimpfung mit Janssen, erfolgen. Auf Wunsch kann die zweite Impfung auch mit Janssen durchgeführt werden. Es handelt sich dabei um eine Off-Label-Anwendung, die möglich ist und von guter Aufklärung und Dokumentation begleitet wird.

Mückstein dazu: "Die Impfstofflogistik von Bund und Ländern ist bereits gut auf die Vergabe der 3. Dosis für die unterschiedlichen Zielgruppen vorbereitet. Daher lässt sich auch die Verabreichung einer weiteren Impfung für die rund 300.000 Personen, die eine erste Dosis des Impfstoffs von Janssen erhalten haben, zeitnah umsetzen. Es ist wichtig, schnell auf aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu reagieren, um den besten Schutz für alle Österreicherinnen und Österreich zu ermöglichen."

Klare Impfempfehlung bei Kinderwunsch 

Das Nationale Impfgremium hält zudem fest, dass bei Kinderwunsch sowohl für Männer als auch Frauen eine COVID-19-Impfung ausdrücklich empfohlen ist. Es sei dabei kein Intervall vor der Empfängnis einzuhalten. Weiterhin aufrecht bleibt die Impfempfehlung für Schwangere, die auch zahlreiche internationale Fachgesellschaften (CDC, ACOG, RCOG, STIKO u.a.) aussprechen. Schwangere sollten im 2. oder 3. Trimenon mit einem mRNA-Impfstoff geimpft werden.

Auch für die Stillzeit gilt die Empfehlung, dass sich Frauen, die nicht gegen COVID-19 geimpft sind, impfen lassen sollen. Nach der COVID-Impfung wurden SARS-CoV2-Antikörper in der Muttermilch nachgewiesen, die einen positiven Effekt auf den Schutz des Kindes haben können. Es sollte daher im zeitlichen Kontext mit der Impfung auch nicht abgestillt werden.

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