Norbert Hofer will nun doch ein Fairnessabkommen

Bild: Helmut Graf

Immer wieder hatte Bundespräsidenten-Kandidat Norbert Hofer sich geweigert, ein Fairnessabkommen zu unterschreiben. Nachdem Kardinal Christoph Schönborn einen solchen Deal in "Heute" gefordert hat, änderte der FP-Kandidat seine Meinung.

 

Immer wieder hatte Bundespräsidenten-Kandidat Norbert Hofer sich geweigert, ein Fairnessabkommen zu unterschreiben. Nachdem Kardinal Christoph Schönborn einen solchen Deal in "Heute" gefordert hat, änderte der FP-Kandidat seine Meinung.

Die FPÖ würde ohnehin stets fair handeln - mit diesem Argument verweigerte FP-Kandidat Norbert Hofer bei der Bundespräsidentenwahl das Fairnessabkommen seiner Mitbewerber. Für ihn sei Fairness Ehrensache, die er nicht mit einer Unterschrift gewähren müsse. Für die hat der dritte Nationalratspräsident seine Meinung offenbar geändert.

Einer der entscheidenden Faktoren soll ein diesbezügliches Ansuchen von Kardinal Christoph Schönborn gewesen sein.

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"Eine Schlammschlacht ist das Letzte, was wir jetzt brauchen können", so der Kardinal in der Freitagausgabe. Seinen Wunsch dürfte der Gottesmann Hofer auch telefonisch mitgeteilt haben.

Hofer beklagt "Schmutzkübelkampagne"

Weiteres Motiv für den Sinneswandel: Hofer fühlt sich von Gegnern verunglimpft. Angriffe auf seine Familie hätten "bei Weitem die Grenzen des guten Geschmacks überschritten", sagte der FP-Kandidat zur APA. Ein Abkommen sei leider auch deshalb notwendig, weil seine Gegner eine "üble Schmutzkübelkampagne" gegen ihn führten.

Auch Van der Bellen klagt über Angriffe

Van der Bellen-Sprecher Lothar Lockl gab sich am Freitag von der Ankündigung des FP-Kandidaten überrascht. "Nach der Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs haben FPÖ-Vertreter bereits angekündigt, auch die Wiederholung der Stichwahl wieder anfechten zu wollen. Gleichzeitig wurde in den letzten Wochen eine beispiellose Schmutzkübelkampagne von rechtsextremen Webseiten gegen Alexander Van der Bellen gestartet", so Lockl.

Man sei in Punkto Fairnessabkommen gesprächsbereit. Die FP müsse aber klarstellen, dass "sie im Falle einer erneuten Niederlage das Wahlergebnis akzeptiert und dieses nicht jedenfalls angefochten wird. Darüber hinaus muss es ein klares Bekenntnis geben, dass auf jedes Dirty Campaigning verzichtet wird ."

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