Not-OP nach Angriff mit 36-Zentimeter-Fleischermesser

Ein 54-Jähriger wurde Mittwochvormittag am Landesgericht Linz zu einer hohen Geldstrafe verurteilt.
Ein 54-Jähriger wurde Mittwochvormittag am Landesgericht Linz zu einer hohen Geldstrafe verurteilt.Daniel Scharinger / picturedesk.com
Weil sein Bruder (50) nicht aus dem elterlichen Bauernhof ausziehen wollte, griff ein 48-jähriger zum Messer. Ihm droht heute vor Gericht lebenslang.

Schon lange zuvor soll es immer wieder zu Auseinandersetzungen der beiden Brüder (48, 50) gekommen sein. Sie wohnten gemeinsam auf dem elterlichen Bauernhof in Kirchschlag (Bez. Urfahr-Umgebung) nahe des Schlosses Wildberg. Und genau das war das Streitthema. 

Hintergrund: Der Jüngere, Günther A. (48) sollte laut seinem um zwei Jahre älteren Bruder zu Silvester ausziehen. Das sah dieser aber gar nicht ein. Am Vorweihnachtsabend eskalierte die Situation dann so richtig.

Wie die Anklage behauptet, griff der 48-Jährige zu einem 36 cm langen Fleischermesser und stach seinem Kontrahenten damit mehrmals in den Oberkörper und den Rücken. Da sich der Ältere heftig zur Wehr setzte und dessen Gattin dazwischen ging, soll es laut Gericht beim Mordversuch geblieben sein.

Der 50-Jährige brach mit einer Verletzung in der Nierengegend zusammen. Nach der Versorgung durch den Notarzt wurde er ins Unfallkrankenhaus gebracht. Dort retteten Ärzte bei einer Notoperation sein Leben. Der Beschuldigte konnte indes nach kurzer Flucht in der Nähe des Bauernhofes gestellt werden. 

Heute Vormittag muss sich der Mühlviertler vor dem Linzer Landesgericht verantworten. Dem Mann drohen zehn bis 20 Jahre oder lebenslang. Die Verhandlung ist bis 17 Uhr am Abend angesetzt.

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