Landesrätin warnt

Notfall als Kostenfalle – Abzocke bei Schlüsseldiensten

Wenn die Zeit drängt, fehlt oft die Recherche: Einige schwarze Schafe nutzen das in der Notdienst-Branche aus.
Niederösterreich Heute
17.05.2026, 14:29
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"Wenn es schnell gehen muss, bleibt oft keine Zeit für gründliche Recherche. Genau das machen sich einige wenige schwarze Schafe in der Notdienst-Branche zunutze", erklärte Konsumentenschutz-Landesrätin Susanne Rosenkranz (FPÖ).

Gemeinsam mit Isabella Mittelstrasser vom Verein "Pro Konsument" informierte Rosenkranz diese Woche im Zuge einer Pressekonferenz über illegale Praktiken bei Schlüsseldiensten und anderen Dienstleistern, welche die Notlage von Menschen ausnutzen: "Besonders tückisch ist, dass die Abzocke oft schon bei der Online-Suche beginnt."

"Diese Situationen nutzen unseriöse Anbieter aus"

Und weiter: "In akuten Notsituationen wie einem Heizungsausfall, Wasser- oder Fassadenschaden oder einer zugefallenen Tür handeln viele Menschen verständlicherweise unter Zeitdruck. Genau diese Situationen nutzen unseriöse Anbieter gezielt aus. Die Folgen sind bekannt: Überteuerte Anfahrtskosten, unnötige Zusatzarbeiten, massiver Druck zur sofortigen Barzahlung und Rechnungen in Höhe von mehreren hundert oder sogar tausend Euro für einfache Leistungen."

Landesrätin ruft zu mehr Vorsicht auf

Die Konsumentenschutz-Landesrätin warnt daher vor diesen Praktiken und ruft zu mehr Vorsicht und Vorbereitung auf. Viele greifen in der Not zum Smartphone und wählen den erstbesten Anbieter: "Die obersten Suchergebnisse sind häufig bezahlte Anzeigen. Das ist kein Qualitätsmerkmal, wird aber in der Stresssituation oft so wahrgenommen."

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Hinter professionellen Webseiten und scheinbar regionalen Angeboten stehen nicht selten überregionale Callcenter oder Vermittlungsplattformen, die mit überhöhten Preisen arbeiten. "Wer unter Druck gesetzt wird, sofort bar zu bezahlen, sollte besonders misstrauisch sein. Das ist ein deutliches Warnsignal", so Rosenkranz.

"Speichern Sie sich seriöse, regionale Notdienste in Ihrem Handy ab. Wer vorbereitet ist, kann im Ernstfall ruhig bleiben und muss keine überstürzten Entscheidungen treffen. Prüfen Sie zudem, ob die Anbieter für ein vollständiges Impressum, eine reale Adresse verfügen", empfiehlt Isabella Mittelstrasser.

Gemeinsam mit Isabella Mittelstrasser (l.) vom Verein "Pro Konsument" informierte Susanne Rosenkranz über illegale Praktiken bei Schlüsseldiensten und anderen Dienstleistern
NLK Pfeffer

Ebenso wichtig sei es, wenn möglich zu prüfen, ob es sich tatsächlich um einen akuten Notfall handelt oder ob eine Reparatur auch bis zum nächsten Werktag warten kann. Preise sollten jedenfalls vorab telefonisch geklärt werden, inklusive aller Zuschläge und Nebenkosten.

"Im Zweifel einmal mehr nachfragen"

Rosenkranz empfiehlt, sich nicht zu einer sofortigen Barzahlung drängen zu lassen. "Im Zweifel sollte man lieber einmal mehr nachfragen oder Hilfe holen, als vorschnell zu zahlen. Mir ist wichtig zu betonen: Es gibt sehr viele seriöse Betriebe, die zuverlässig und fair arbeiten. Aber vor den unseriösen Anbietern müssen wir die Menschen schützen," betont sie.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 17.05.2026, 14:39, 17.05.2026, 14:29
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