Panik in Dürrenstein

Notruf! Familie merkte zu spät, dass Berg steil ist

Für die Familie endet der Ausflug in Dürrenstein vor dem Gipfel. Die Bergrettung kann die Erschöpften in schlechter Ausrüstung ins Tal bringen.
Victoria Carina  Frühwirth
20.02.2026, 10:54
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Nur rund 100 Höhenmeter trennten sie noch vom Ziel – plötzlich ging gar nichts mehr. Am Dürrenstein im Bezirk Scheibbs gerieten zwei junge Frauen während einer Skitour in Panik. Ihr Vater setzte schließlich den Notruf ab.

Vierköpfige Familie strandet auf Route

Der 50-jährige Tscheche war am Donnerstag, dem 19. Februar, gegen 6 Uhr früh gemeinsam mit seinen beiden Töchtern (17, 21) sowie dem 22-jährigen Freund der Älteren mit Langlaufskiern gestartet. Die Route führte über den Höllgraben und die Ybbstalerhütte in Richtung Gipfel.

Kurz vor dem Ziel wurde die Situation kritisch. Steile Abbrüche und extreme Bedingungen machten ein Weitergehen unmöglich. Gegen 18.45 Uhr setzte der Familienvater einen Notruf ab.

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Schlechte Zeitplanung, mangelhafte Ausrüstung

Die Rettung gestaltete sich als schwierig. Bis zu einem Meter Neuschnee und widrige Wetterverhältnisse bremsten die Helfer aus. Erst gegen 22.50 Uhr erreichten 16 Mitglieder der Bergrettung sowie zwei Polizisten der Alpinen Einsatzgruppe die vier Alpinisten. Der Abstieg erfolgte über die Legsteinhütte und die Ybbstalerhütte – eine Person musste teilweise getragen werden.

Erst am Freitag um 2.30 Uhr war der Einsatz beendet. Die Familie hatte ihren Ausgangspunkt wieder erreicht. Nun wird geprüft, ob der Einsatz verrechnet wird. Wie die Polizei anmerkt, dürften sowohl Tourenplanung und Ausrüstung als auch Zeitmanagement mangelhaft gewesen sein.

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