Notstand und schärfere Maßnahmen in Tschechien

Tschechischer Gesundheitsminister Roman Prymula
Tschechischer Gesundheitsminister Roman PrymulaMichal Krumphanzl / CTK / picturedesk.com
Aufgrund des "raketenhaften Anstiegs" der Coronavirus-Neuinfektionen sieht sich Tschechien gezwungen, erneut den Notstand auszurufen.

Nach der Slowakei hat nun auch die tschechische Regierung abermals einen nationalen Notstand wegen der Coronavirus-Pandemie ausgerufen. Gesundheitsminister Roman Prymula verkündete, dass der Notstand mit 5. Oktober in Kraft tritt und 30 Tage dauern wird. Die Entscheidung begründete Prymula damit, dass der "raketenhafte Anstieg" der Coronavirus-Infektionen gestoppt werden muss, um einen Engpass bei der medizinischen Versorgung zu vermeiden.

Dieses Mal sollen die Grenzen aber nicht geschlossen werden. Neue Maßnahmen sehen vor, dass Veranstaltungen und Versammlungen in Innenräumen künftig auf zehn und im Freien auf 20 Personen begrenzt werden. Was den Bildungszweig anbelangt, werden die meisten weiterführenden Schulen auf Distance Learning umgestellt. Ebenso gibt es neue schärfere Maßnahmen im Sport. Jener muss ohne Zuschauer stattfinden. Anders als in Österreich wird es in Geschäften, Restaurants und Firmen keine neuen Restriktionen geben.

Die Opposition warf der derzeitigen Regierung vor, viel zu spät reagiert zu haben. Kommenden Freitag und Samstag finden in Tschechien die Regional- und Senatswahlen wie geplant statt.

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