Nun kommen schlimme Befürchtungen zu Lockdown-Ende auf

Wien vor und nach dem Lockdown
Wien vor und nach dem LockdownAlex Diry
Der Countdown läuft – noch exakt sieben Tage gilt der harte Lockdown. Doch nun mehren sich die Gerüchte, dass auch danach kaum etwas normal wird.

Mittwoch ist "D-Day" für Österreich – da will sich die Regierung im Ministerrat auf Öffnungsschritte nach dem zweiten Lockdown (der erste im März dauerte acht Wochen) verständigen. Doch nun mehren sich bereits die Hinweise darauf, dass die Rückkehr zur Normalität nur in Mini-Schritten erfolgen wird. Bundeskanzler Sebastian Kurz bereitete die Bevölkerung in einem Interview mit der "Kleinen Zeitung" schon auf den unangenehmen, ungewohnten Dezember vor: "Wir werden nach dem 7. Dezember mit weiteren massiven Einschränkungen leben müssen", stellte der Regierungschef in Aussicht. Und erklärte: "Wir werden sicherlich keine übereilten Öffnungsschritte setzen können."

Sebastian Kurz: "Wir werden nach dem 7. Dezember mit weiteren massiven Einschränkungen leben müssen."
Sebastian Kurz
Sebastian KurzPicturedesk/Ronald Zak

Rückkehr in die Klassen nur für Kleine

Was das bedeutet? "Unser Ziel ist, mit Handel und Schulen zu starten und vorsichtige Öffnungsschritte zu setzen." Gleichzeitig mit der Öffnung des Handels zum Weihnachtsgeschäft – dies versprach Kurz stets – werden auch die Schulen wieder öffnen. Wie "Heute" erfuhr, dürfte es aber bei Präsenzunterricht für die Pflichtschule bleiben. Und hier könnte es – wie im Frühjahr – zu Klassenteilungen kommen. Auch die Variante, auf externe Räumlichkeiten zu setzen, besteht. Oberstufe und Unis bleiben wohl beim Distance Learning.

Ausgangssperre bleibt

Trüb bleiben die Aussichten für Gastronomie und Bars. Sie sollen noch nicht im ersten Lockerungsschritt geöffnet werden. Einfacher Grund: Die täglichen Corona-Zahlen sind noch nicht stark genug gesunken und auch die Entspannung auf den Intensivstationen ist eine äußerst fragile. Auch die Ausgangssperren dürften vorerst für länger bleiben – wahrscheinlich scheint hier aber die Variante des "Lockdown light" zu sein – welche die massiven Einschränkungen nur in den Nachtstunden vorsieht. Auch für Friseure, Kosmetik- und Tattoostudios sowie Fitnesscenter könnte es beim Shutdown bleiben.

➤ Emotional dürfte auch das Thema Weihnachten bleiben. Fakt ist schon jetzt: Das Fest wird heuer kleiner als sonst ausfallen. Es soll – wie in Deutschland – im engsten Kreis tatsächlich zu einer stillen Nacht werden.

Alles vorbei? Anschober: "Nein"

In dieselbe Kerbe wie Kurz schlug am Sonntag übrigens auch Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne). "Glauben sie ernsthaft in 1 Woche ist alles vorbei und wir können fröhlich Schifahren?", wurde er auf Twitter gefragt. Anschobers ehrliche Antwort: "Nein, aber in 1 Woche ist der Lockdown vorbei. Daher Finish des Lockdown".

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