Nun mehr wilde Mandatare als Neos-Leute

Zusammensetzung im Nationalrat ist nicht mehr dieselbe wie zu Beginn der Legislaturperiode.
Zusammensetzung im Nationalrat ist nicht mehr dieselbe wie zu Beginn der Legislaturperiode.Bild: Helmut Graf

Mit dem Austritt von Barbara Rosenkranz aus der FPÖ sind die wilden Abgeordneten (ohne Parteizugehörigkeit) nun die fünftgrößte Gruppe im Parlament.

Damit sind die "Wilden" mandatsmäßig stärker als die Fraktion der Neos: Neun Mandatare sind fraktionslos, die Neos haben acht Abgeordnete. Dahinter liegt das Team Stronach (TS) mit sechs Mandataren.

Bereits mehrmals war es in der nun zu Ende gehenden Legislaturperiode zu Austritten und Wechsel gekommen. Das TS verzeichnete dabei die meisten Abgänge: Sie waren zu Beginn der Legislaturperiode mit elf Mandataren ins Parlament eingezogen, nun halten sie bei sechs. Frank Stronach war der Erste, der sich zurückzog, dann verließen Kathrin Nachbaur und Rouven Ertlschweiger das TS Richtung ÖVP. Später wechselten Georg Vetter und Marcus Franz zu den Schwarzen, letzterer fiel dort aber in Ungnade.

Die Neos verloren Christoph Vavrik an die ÖVP. Kurz musste Neos-Gründer Matthias Strolz auch um seinen Wirtschaftssprecher Sepp Schellhorn zittern, der ein Angebot der neuen Liste Kurz gehabt haben soll.

Abgänge durch Liste Pilz:

Peter Pilz gründete, wie berichtet, eine eigene Liste und eiste auch zwei weitere Grüne Mandatare – Bruno Rossmann und Wolfgang Zinggl – los. Von der SPÖ holte sich Pilz Daniele Holzinger.

Die FPÖ verliert nun Barbara Rosenkranz, die sich der Freien Liste Österreich vom Ex-FPÖler Karl Schnell anschloss. Mit Schnell verließen bereits 2015 zwei weitere Mandatare – Ruppert Doppler und Gerhard Schmid – die Freiheitlichen. Mit Susanne Winter findet sich eine weitere Ex-FPÖlerin als "Wilde" im Parlament: Sie wurde wegen Antisemitismus-Vorwürfen von der Partei ausgeschlossen.

ÖVP profitiert:

Nur die ÖVP profitiert übrigens von den Aus- und Übertritten von Mandataren. Sie warb nämlich in der Legislaturpersiode selbst ab, die Zahl ihrer Mandatare wuchs von 47 auf 51. Damit ist sie nun gleich stark wie die SPÖ, die mit dem Verlust von Holzinger von 52 auf 51 Abgeordnete "schrumpfte".

Die FPÖ hält derzeit bei 37 Mandaten, die Grünen haben jetzt noch 21 Abgeordnete. (uha)

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