In den bisherigen sechs Tagen der laufenden Woche vermeldeten die Behörden fünf Mal mehr als 10.000 neue Corona-Fälle. Nur der Montag stach diesbezüglich mit "nur" 8.449 Neuinfektionen hervor – allerdings sind die Montagswerte auf Grund der seltener durchgeführten Tests am Sonntag seit jeher mit Vorsicht zu genießen. Seither wurden in chronologischer Reihe 11.758 (Dienstag), 14.014 (Mittwoch), 14.070 (Donnerstag), 11.115 (Freitag) und 10.908 (Samstag) neue Corona-Fälle registriert.
Dennoch – und das ist mittlerweile mehr als nur ein offenes Geheimnis – plant die Regierung die Abschaffung der Quarantäne und die Einführung einer Verkehrsbeschränkung. Zusätzlich sorgt eine neue Coronavirus-Mutation für Sorge. Alles zur "Centaurus"-Variante >>. Angesichts der jüngsten Entwicklungen blicken nun viele wieder gespannt auf die aktuellen Corona-Zahlen. Und diese warten heute mit einer kräftigen Überraschung auf:
"Heute"-Infos zufolge kommen am Sonntag nämlich "nur" 6.965 neue Corona-Fälle und sieben mit dem Coronavirus im Zusammenhang stehende Todesfälle hinzu. Zum Vergleich: Heute vor einer Woche lagen diese Werte noch bei 10.345 Neuinfektionen und einem Todesfall. Insgesamt müssen aktuell 1.408 Covid-Patienten im Krankenhaus behandelt werden, ein Rückgang um 22 Personen. Allerdings gibt es auf den Intensivstationen einen leichten Anstieg (+6) auf 87 Fälle zu beobachten.
Die am Sonntag vermeldeten Neuinfektionen verteilen sich wie folgt auf die neun Bundesländer.
Burgenland: 339
Kärnten: 456
Niederösterreich: 1.547
Oberösterreich: 1.189
Salzburg: 317
Steiermark: 843
Tirol: 462
Vorarlberg: 169
Wien: 1.643
In einer Aussendung berichtet das Innenministerium, dass auf Grund eines regulären Wartungsfensters am Sonntag eine niedrigere Anzahl an Neuinfektionen ausgewiesen werde. Eine entsprechende Nachmeldung erfolge am morgigen Montag, heißt es.
Der Betrieb des Dashboards des Gesundheitsministeriums erfolgt durch die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) und ist unter "covid19-dashboard.ages.at" abrufbar. Das Dashboard bezieht seine Daten ausschließlich aus dem Epidemiologischen Melderegister (EMS). Das EMS ist das offizielle Register, in welches von den Bezirksbehörden sowie von Labors eingetragen wird.
Das Bundesministerium für Inneres erhebt die Zahlen im Rahmen der Koordination des Staatlichen Krisen- und Katastrophenmanagements über tägliche Einmeldungen aus den Bundesländern. Diese Zahlen können Fälle enthalten, die im EMS noch nicht erfasst sind.