Citroën um 50.000 Euro

"Nur Probleme!" Neuwagen treibt Familie in den Wahnsinn

Ein Citroën bereitet einer Familie seit über einem Jahr technische Probleme. Trotz zahlreiche Werkstatttermine konnte der Van nicht repariert werden.
Maxim Zdziarski
04.01.2026, 16:46
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Was als Familientraum begann, entwickelte sich rasch zu einem großen Ärgernis. Im September 2024 kaufte eine Familie aus Niederösterreich einen neuen Citroën Spacetourer um knapp 50.000 Euro. Doch schon einen Tag nach der Übergabe traten laut Besitzerin Magdalena die ersten Probleme auf.

Neuwagen mit langer Mängelliste

Seitdem häufen sich die Fehlermeldungen im Display des Vans beinahe täglich. Die Liste der Defekte ist lang: Spurhalteassistent außer Funktion, Probleme mit Feststellbremse, ESP/ASR, Reifendruckkontrolle, Berganfahrhilfe sowie blockierte Assistenzsensoren. Immer wieder fordert das Fahrzeug seine Besitzer auf, in die Werkstatt zu fahren.

Doch nicht nur die Assistenzsysteme bereiten Sorgen. Auch das Radio funktioniert nicht korrekt, ein Sicherheitsgurt auf der Rückbank sei defekt, ebenso die Lenkradheizung. Besonders ärgerlich: Die Freisprecheinrichtung war über ein halbes Jahr nicht nutzbar, schildert Magdalena im Gespräch mit "Heute".

Zahlreiche Werkstattbesuche ohne Erfolg

Mehrmals brachte die Familie den Van in die Fachwerkstatt, in der das Fahrzeug gekauft wurde. Dort habe der Citroën wochenlang gestanden, eine dauerhafte Behebung der Probleme sei jedoch nie gelungen.

Fehlerhaft: Citroën Spacetourer sorgt für Probleme.
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Gekauft wurde das Auto bei einem Citroën-Händler in Gmünd, bezogen über die Autowelt Linz. Genau hier beginnt laut der Besitzerin das nächste Problem: "Niemand fühlt sich wirklich zuständig", sagt Magdalena. Seit rund einem Jahr funktioniere der Neuwagen nicht zuverlässig.

Die Enttäuschung sitzt mittlerweile tief. "Wir haben viel Geld für ein neues Auto bezahlt und seit dem ersten Tag nur Probleme. Unzählige Werkstattbesuche, Mails und Telefonate – alles ohne Ergebnis", so die Besitzerin. Die Familie fragt sich, wie ein Neuwagen derart viele Mängel aufweisen kann.

Autowelt Linz will fehlerhaften Van prüfen

Auf Anfrage von "Heute" erklärt die Autowelt Linz, dass das Fahrzeug bislang nur in der Werkstatt in Gmünd begutachtet worden sei. Zudem sei der Van in einen Verkehrsunfall verwickelt gewesen. Man habe den Kunden darauf hingewiesen, dass ein Schadensprozess beim Hersteller und Importeur erst nach einer eigenen Überprüfung in Linz eingeleitet werden könne.

Dafür müsse das Fahrzeug nach Linz gebracht werden, für die Dauer der Überprüfung werde ein kostenloses Ersatzauto zur Verfügung gestellt. Laut Autowelt Linz habe sich der Besitzer bislang jedoch geweigert, den Van dort vorzuführen.

Vertrauensbruch nach Anwaltsdrohung

Die Autobesitzerin entgegnet, dass die Mängel nachweislich bereits vor dem Unfall bestanden hätten. Der Blechschaden – ein abgerissener Seitenspiegel – stehe in keinem Zusammenhang mit den technischen Problemen. Nach einer Anwaltsdrohung wegen einer negativen Google-Bewertung auf Google sei das Vertrauen endgültig zerstört worden. "Wir bringen das Auto gerne in jede andere Citroën-Fachwerkstatt – nur nicht mehr dorthin", so ihr Fazit.

Citroën Österreich: "Mängel nicht nachvollziehbar"

Citroën Österreich erklärt, dass die gemeldeten Mängel bei bisherigen Werkstattaufenthalten nicht nachvollzogen oder reproduziert werden konnten. Eine Rückabwicklung des Kaufs sei nur bei nachweisbaren, schwerwiegenden und nicht behebbaren Mängeln möglich und ausschließlich über den verkaufenden Händler (Autowelt Linz). Die Besitzer können allerdings die Probleme in jeder autorisierten Citroën-Fachwerkstätte dokumentieren lassen und sind nicht zwingend an Linz gebunden.

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