Obdachlose in Traiskirchen: 500 Flüchtlinge ohne Bett

Bild: privat

Das Erstaufnahmezentrum im niederösterreichischen Traiskirchen ist mittlerweile derartig überfüllt, dass nicht einmal mehr genügend Betten zur Verfügung stehen. Vor Ort befinden sich 2.800 Flüchtlinge, davon leben 500 in den Zelten neben dem Asylheim, und weitere 500 haben kein Bett.

Der Lokalaugenschein am Montagabend hat fürchterliche Zustände in der Erstaufnahmestelle Traiskirchen zu Tage gefördert. 1.800 Asylwerber haben ein Bett in einem Zimmer, 500 Menschen schlafen im Zelt, und weitere 500 nächtigen im Freien, im Gras. Sie sind de facto obdachlos.

Ö1 hat einen Somalier getroffen, auf dessen Aufnahmezettel unter der Rubrik Unterkunft "Kein Bett" steht. Eine Matte oder Matratze ist ihm nicht gegeben worden. Seine Frau und er liegen seit zweieinhalb Wochen auf Decken. Ein Syrer hat Ö1 gegenüber angegeben, sie würden jeden Tag frieren. Pro Mann und Nacht gäbe es zwei Decken, untertags müssten sie die Decken aber wieder abgeben, und es habe mitunter keine 10 Grad. In der Nacht werden immerhin die Warteräume oder Garagen aufgesperrt, damit die Asylwerber nicht im Regen liegen.

Flüchtlingsgipfel am Mittwoch

Der Asylgipfel am Montag zwischen Regierung und Vertretern der NGOs hat kein Ergebnis gebracht. SPÖ-Bundesknazler Werner Faymann will die Flüchtlinge über eine Bezirksquote auf das ganze Land verteilen. Fixieren will er sein Vorhaben bei dem Treffen mit den Landeshauptleuten am Mittwoch.

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