Rassismus-Eklat

Klinik stellt Oberarzt nach Hass-Posts vom Dienst frei

Ein Oberarzt des Uniklinikums Rostock wurde nach mutmaßlich rassistischen Online-Beiträgen vorläufig vom Dienst freigestellt.
Newsdesk Heute
26.08.2026, 18:12
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Wegen angeblich menschenverachtender und rassistischer Beiträge in sozialen Medien hat das Universitätsklinikum Rostock einen Oberarzt vorläufig vom Dienst entbunden. Das gab eine Sprecherin der Universitätsmedizin in der Stadt am Dienstag nach einem entsprechenden Beschluss vom Vorstand bekannt. Eine Initiative, die sich auf die Bekämpfung von Hass und Rechtsextremismus im Internet spezialisiert hat, machte den Fall öffentlich und veröffentlichte Bilder von den mutmaßlichen Beiträgen des Mediziners.

Laut der Initiative soll der Arzt, der auch bei Transplantationen tätig ist, Kommentare wie "Remigrieren oder kremieren" verbreitet haben. In einem anderen öffentlichen Posting habe er geschrieben, er sehe "nur Heizmasse", gefolgt vom Zusatz "Remigrieren oder Lager". Außerdem äußerte er laut der Initiative mit Verweis auf Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Gewaltfantasien. "Eine Stirn, die man nicht verfehlen kann", zitierte die Initiative im Netzwerk Instagram aus einem Beitrag.

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Der Begriff Remigration wird von Rechtsextremen und Anhängern der sogenannten Neuen Rechten verwendet. Damit wird eine Strategie umschrieben, die auf die massenhafte Vertreibung von Migranten und Ausländern abzielt. Die Begriffe "Kremieren" und "Lager" rufen Erinnerungen an die Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten wach – damals wurden in Lagern wie Auschwitz-Birkenau Millionen Menschen ermordet.

"Der Vorstand der Universitätsmedizin Rostock hat nach Bekanntwerden der Vorfälle unverzüglich gehandelt: Der betreffende Mitarbeiter wurde mit den Vorwürfen konfrontiert und im Anschluss direkt freigestellt", erklärte die Sprecherin. Die "umfassende Aufarbeitung" der Ereignisse sei jedoch ein "umfangreicher Prozess", der noch Zeit brauchen werde.

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