Wien-Premiere

Ö3-Star ist jetzt Kabarettist: "Zweifel sind immer gut"

Niemand entlockt so humorvoll falsche Antworten auf einfache Fragen wie Tom Walek. Ab 16. März feiert er sein erstes Bühnenprogramm in der Kulisse.
Sandra Kartik
05.03.2026, 06:00
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Nicht nur seine Stimme ist im ganzen Land bekannt. Tom Walek ist nach über 20 Jahren als Ö3-Mikromann mit seinen scheinbar harmlosen Straßenumfragen und lustigsten Antworten längst Kult.

Nun wagt der Moderator, der auch mit Prominenten in seiner Show "Walek wandert" Berge erklimmt, selbst einen aufregenden Aufstieg: Er präsentiert sein erstes Bühnenprogramm "Es kann jeden treffen!", das am 16. März in der Kulisse Wien Premiere feiert.

"König der Improvisation" tourt durch Österreich

"Ich erzähle, woher ich komme und was ich bisher gemacht habe: Ich hatte immer schon Kontakt mit Menschen. Viele haben mir gesagt, du erzählst eh dauernd Geschichten, bitte geh doch damit auf eine Bühne", erklärt er den Schritt ins Kabarett im "Heute"-Gespräch. Es wird "kein Best-Of vom Mikromann", die Zuschauer erfahren nun spannende und unterhaltsame Hintergrund-Storys. Einige besonders skurrile und lustige Ausschnitte gibt der Ö3-"Wecker"-Moderator auf seiner Österreich-Tour dennoch zum Besten, wie etwa aus seiner allerersten Sendung.

"Trotzdem ist es was anderes, weil du die Energie auf die Bühne mitbringen musst. Du bist zweimal 50 Minuten da draußen, du bist derjenige, der das Tempo vorgibt. Ich habe mich bewusst dafür entschieden, allein auf der Bühne zu sein. Das klingt ein bisschen vermessen, aber ich brauche es, genug Platz für mich zu haben." Walek, der sich längst als "König der Improvisation" einen Namen gemacht hat, bezieht natürlich auch hier das Publikum in seine Shows ein. "Nachdem das Programm 'Es kann jeden treffen!' heißt, ist es dann dort auch so."

"Dort bleiben, auch wenn es weh tut"

Walek hat immer noch genauso viel Freude an seinen Fragen wie zu Beginn seiner Mikromann-Karriere. Es geht ihm dabei aber nie darum, jemand auflaufen zu lassen. Er begegnet seinen Gesprächspartnern "immer auf Augenhöhe", deshalb funktioniert es auch. Es ist "dieser Moment, wo sie gefragt werden und dann etwas Falsches sagen. Dann weiß ich, okay, die Butter ist am Brot. Dann ist es wie beim Zahnarzt: Man muss dort bleiben, auch wenn es weh tut."

Für den Radio-Star ist das Kabarett eine Ergänzung, kein Ersatz. "Ich schaue mir an, wie sich das neben Ö3 alles ausgeht. Je nachdem, ob das Menschen sehen wollen, werden wir mehr spielen." Sich zu hinterfragen sei Teil des Prozesses. "Zweifel sind immer gut. Ich würde nicht von vornherein sagen, hurra, das kann ich, aus der Bahn! Ich habe bei ein paar Sachen das Gefühl, das funktioniert, weil ich das aus der Erfahrung des Mikromanns weiß. Und bei anderen Dingen war es ein Lernprozess und das ist total schön."

{title && {title} } sk, {title && {title} } 05.03.2026, 06:00
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