Spur des Bösen

"Saugfrast": Kabarettist will nicht länger brav sein

Klaus Oppitz wird in seinem ersten Solo-Programm ab 10. März in der Kulisse Wien zum Bad Boy. Gutes Benehmen ist ohnehin überbewertet.
Sandra Kartik
03.03.2026, 06:00
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Er ist zwar mit der "kreuzbraven Identität eines Oberösterreichers geboren", doch musste immer wieder erfahren, wie viel Spaß das Schlimmsein machen kann. In seinem ersten Solo-Programm "Saugfrast", das am 10. März Premiere in der Kulisse Wien feiert, folgt Klaus Oppitz äußerst humorvoll der Spur des Bösen.

"Wir sind alle brav erzogen, müssen aber feststellen, dass die, die Welt regieren, Saugfraster sind", sagt er im "Heute"-Gespräch über die Aktualität des Themas. Der Autor, der über zehn Jahre für die beliebte ORF-Satireshow "Wir sind Kaiser" Gags schrieb, spielt in seinem Programm aber auch mit persönlichen Ereignissen.

Raus aus der Komfortzone

"Ich stamme aus einer konservativen Familie. Mein Großvater wollte, dass ich etwas Stabiles mache, Anwalt werde und die Kanzlei übernehme. Aber meine Mutter ist Literatin, sie war mein Vorbild". Oppitz enttäuschte die Erwartungen seines Opas, wählte den Weg des Kreativen und hat es bis heute nicht bereut. Gutes Benehmen ist nicht immer der Schlüssel zum Erfolg, so seine Erkenntnis. "Was einen im Leben weiterbringt, ist sich aus der Komfortzone rauszutrauen", ist sich der Kabarettist sicher.

"In meinem Programm geht sehr viel um Mut. Dort, wo ich mich zu lange angepasst habe, ist der Spaß irgendwann abhanden gekommen. Man kann immer scheitern, aber dann hat man es immerhin probiert".

So ist der 54-Jährige im Leben oft über seinen Schatten gesprungen – mit Erfolg: Als er seine gut laufende Filmproduktionsfirma verkaufte, um für den ORF zu schreiben oder jetzt mit seinem ersten Solo. "Ich habe mein komplettes Umfeld damit belästigt, weil meine Nerven ein bisschen blank liegen. Ich danke meiner Frau, dass sie noch immer bei mir ist", lacht er. "Man muss den Mut haben, sich selbst zu verwirklichen."

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