Gregoritsch hat sich mit Österreichs Fußball-Nationalteam einen ganz großen Traum erfüllt: die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, in Kanada und Mexiko. Dabei erzielte der jetzige August-Legionär den entscheidenden Treffer zum 1:1-Heim-Remis gegen Bosnien. Rot-Weiß-Rot ist wieder auf der ganz großen Fußballbühne vertreten.
Doch was bedeutet es dem 32-Jährigen, ein Tor zu schießen? Darüber plauderte Gregoritsch im "Canal+"-Podcast "Ohne Filter" mit Kommentator Johannes Hofer. Die Hosts Gregoritsch und Hofer hatten sich Sänger und Schauspieler Paul Pizzera eingeladen. Dieser fragte unverblümt, was es für den Stürmer denn bedeute, ein Tor zu erzielen oder eine Vorlage zu liefern.
Ein Tor oder ein Assist ist das Geilste, solange die Partie gewonnen wird", schilderte der ÖFB-Teamspieler. "Ich habe es nicht, dass ich aus einer Partie herausgehe, die wir verloren haben, und ich mir denke: ,Ich habe Gott sei Dank getroffen´", meinte Gregoritsch weiter. Und betonte schmunzelnd: "Dann müsste ich Tennisspieler werden, dann wäre ich ein Egoist."
"Wenn ich treffe und wir gewinnen die Partie, das überstrahlt schon vieles. Der Samstagabend ist dann gerettet", führte Gregoritsch weiter aus. "Ich nehme dann auch das eine oder andere Kaltgetränk, weil ein Bauarbeiter trinkt ja auch nicht nur dann, wenn das Haus fertig ist", lachte der Steirer.
"Ich spiele in Mannschaften, die sehr erfolgreich sind. Da hat sich das Mindset schon sehr verändert, dass ich mich deutlich mehr ärgere, wenn wir verlieren, auch wenn ich getroffen habe", sagte Gregoritsch dann, betonte: "Ich glaube, dass der Teamgedanke dann gegen Ende meiner Karriere, in letzter Zeit, mehr gereift ist", so Gregoritsch, der dann aber ein Karriereende wieder beiseite schob.
Gregoritsch hat mittlerweile auch eine lange und erfolgreiche Karriere hinter sich, absolvierte 74 Länderspiele und erzielte 24 Tore dabei, lief 284 Mal in der deutschen Bundesliga auf. Trotzdem hätten einige Mitspieler Gregoritsch besonders geprägt. Allen voran auch ÖFB-Teamkaptiän David Alaba. "In der Kategorie, in der der David ist, sind die Leute viel gemütlicher, weil sie nichts mehr beweisen müssen", so der Augsburg-Stürmer. Und führte weiter aus: "Ich glaube, ich habe eine Top-Top-Karriere gehabt, aber da hat mir der David extrem viel beigebracht. Ich war schon ein Heisl, wenn ich nicht gespielt habe", erinnerte sich der 32-Jährige.
"Natürlich bist du manchmal neidisch, denkst dir: ,Da hätte ich gerne gespielt, das hätte ich gerne erreicht´. Und natürlich fragt man sich, woran es gelegen hat. Aber meine Mutter hat immer gesagt, es ist wichtiger, wie man aus einem Verein rausgeht, als wie man in einen Verein hineinkommt. Und das liegt nicht immer nur an der sportlichen Leistung", so Gregoritsch.