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ÖFB-Boss: "Bei Trainerwechsel österreichische Lösung"

ÖFB-Präsident Gerhard Milletich steht vor seinen ersten Länderspielen. Im "Heute"-Interview spricht er über Erwartungen an Team und Trainer. 

Heute Redaktion
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ÖFB-Boss Milletich: "Also die EM lasse ich mir sicher nicht schlechtreden."
ÖFB-Boss Milletich: "Also die EM lasse ich mir sicher nicht schlechtreden."
GEPA

„Heute“: Herr Milletich, Israel und Moldawien sind Ihre ersten Gegner als ÖFB-Präsident. Was erwarten Sie vom Team?

Gerhard Milletich: "Ich denke, dass es zwei gute Spiele von uns werden. Die Gegner sind schlagbar und wir sicher besser, als es die letzten Leistungen zeigten. Das Team steht aktuell nicht dort, wo es sein könnte."

Sie meinten zuletzt, das Team ist vielleicht nicht allen wichtig genug. Haben Sie dazu Namen?

"Nein, und vielleicht stimmt es auch nicht. Ich hatte nur den Eindruck, dass es sein könnte. Wie wichtig ist mir der Erfolg? Was bin ich bereit dafür zu tun? Das muss sich jeder selbst fragen. Ich zum Beispiel habe 15 Kilo zu viel und würde gerne abnehmen. Tue es aber nicht. Wäre es mir aber wirklich wichtig, würde ich es schaffen."

    Das ÖFB-Team scheitert in der WM-Qualifikation. Der blamable Weg des Nationalteams in Bildern.
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    Gepa

    Die Zukunft von Teamchef Foda machten Sie in Ihrer Antrittsrede auch von den nächsten beiden Spielen abhängig. Sind Israel und Moldawien wirklich die Gradmesser dafür?

    "Es geht mir dabei nicht rein um das Ergebnis, sondern um das Auftreten, um die Leistung."

    Welchen Spielstil mögen Sie?

    "Ich mag eine aggressive, offensive Ausrichtung. Wobei das natürlich abhängig von den Spielern ist. Man muss sein System an sie anpassen."

    "Sollte es zu einem Trainerwechsel kommen, dann bevorzuge ich eine österreichische Lösung"

    Sie haben Sportchef Schöttel damit beauftragt, eine Liste mit Alternativen zu Foda zu erstellen. Was ist Ihr Anforderungsprofil an einen ÖFB-Teamchef?

    "Man sollte generell immer vorbereitet sein. Sollte es irgendwann zu einem Trainerwechsel kommen, dann bevorzuge ich eine österreichische Lösung. Es sollte einer sein, der sich mit dem Team identifiziert und die fachliche Qualität hat, es weiterzubringen. Wir haben Top-Trainer, in Deutschland, in England, die dazu in der Lage wären."

    "Also die EM lasse ich mir sicher nicht schlechtreden"

    Der ÖFB spricht immer von einer guten EM, Sie sogar von einer super EM. Experten sehen das anders. Tatsächlich hat man zwei schlagbare Teams besiegt, war gegen Holland chancenlos und hat am Ende auch gegen Italien verloren. Was war daran so super?

    "Also die EM lasse ich mir sicher nicht schlechtreden, auch nicht von Experten. Ja, wir wurden nicht Europameister, aber das Achtelfinale ist ein Erfolg. Es war eine gute Geschichte."

      Österreichs EM-Sommermärchen 2021 in Bildern.
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      Picturedesk

      Haben Sie selbst gekickt?

      "Im Nachwuchs in Parndorf bis 18. Es reichte nicht für oben."

      Wem drücken Sie die Daumen?

      "Ich bin ein leidgeprüfter Austrianer."

      Ihre ÖFB-Sternstunde?

      "Ich bin ein älteres Semester, denke spontan an Cordoba. Aktuell beeindrucken mich Salzburgs Auftritte international."

      Autor: Klaus Pfeiffer

        David Alaba wechselte im Sommer 2021 von den Bayern zu Real. Seine erste "königliche" Saison in Bildern.
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        Imago