"Fußball ausverkauft"

ÖFB-Boss Pröll mit deutlicher Infantino-Abrechnung

Der Fußball kommt nach den krachend gescheiterten Investorenplänen von FIFA-Boss Gianni Infantino nicht zur Ruhe. Nun spricht ÖFB-Boss Josef Pröll.
Sport Heute
13.08.2026, 18:21
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Gianni Infantino ist so richtig angezählt. Der FIFA-Präsident hatte versucht, über eine neu gegründete Firma eine Beteiligung von rund 20 Prozent an den Fußball-Weltmeisterschaften der Männer, der Frauen und der Klub-WM zu verkaufen. Konkret galt Joshua Kushner, Bruder des Trump-Schwiegersohns Jared Kushner, als Hauptinvestor.

Doch die UEFA, sowie die Kontinentalverbände aus Nord- und Mittelamerika und Asien stellten sich öffentlich gegen die Pläne. Und letztendlich auch gegen Infantino. Der kämpft derweil um seinen Job, um seinen Verbleib an der FIFA-Spitze. Eigentlich war seine für März 2027 geplante Wiederwahl an der FIFA-Spitze eine ausgemachte Sache. Doch nun geht es Infantino an den Kragen.

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Pröll schießt scharf gegen Infantino

Allen voran die UEFA bastelt an der Absetzung Infantinos. Eine Boykott-Drohung gegen den Fußball-Weltverband ist weiterhin aufrecht. Rund um den UEFA-Supercup in Salzburg gab es am Mittwoch auch eine Krisensitzung. Mittendrin: UEFA-Boss Aleksander Ceferin und PSG-Klubchef Nasser al-Khelaifi, gleichzeitig auch Vorsitzender der Klub-Vereinigung EFC. Das Ergebnis dieser Sitzung blieb offen. Durchgesickert ist nur, dass die UEFA mit den Verbänden aus Nord- und Mittelamerika, sowie aus Asien an einem "Grundsatzpapier" arbeite. Die drei Kontinentalverbände sprachen sogar von "Täuschung".

Eines ist klar: Die Europäer scheinen vereint zu sein. Zumindest bekräftigte Josef Pröll, der ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzende, seine Kritik an FIFA-Boss Infantino. "Vieles von dem, was er in der letzten Zeit getan hat und die Absicht, die er hatte, halte ich für grundfalsch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir auf Dauer Gianni Infantino und das, was er geplant hat, unterstützen können", erklärte Pröll im "ORF".

Infantino ist noch bis März im Amt. Spätestens dann soll Schluss sein. "Entweder geht er früher, oder wir wählen einen anderen", meinte Pröll, sprach aber noch über "offene Fragen". Das Wichtigste sei aber, "dass wir die Pläne durchkreuzt haben und durchkreuzen werden und dass wir nicht zulassen, dass der Fußball ausverkauft wird."

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