"Inakzeptabel"

ÖFB-Boss wird bei Derby-Skandal von Rapid deutlich

Nach dem Derby-Skandal rund um Spieler und Funktionäre von Rapid Wien nahm nun auch der ÖFB Stellung. Und distanzierte sich deutlich. 

Sport Heute
ÖFB-Boss wird bei Derby-Skandal von Rapid deutlich
ÖFB-Präsident Klaus Mitterdorfer.
Gepa

Die Grün-Weißen setzten sich auf dem Rasen gegen den Erzrivalen Austria Wien klar mit 3:0 durch, führten die "Veilchen" phasenweise vor, bejubelten damit den ersten Derbysieg nach zwölf Spielen und dem ersten vollen Erfolg im 2016 eröffneten Allianz Stadion. 

Bei den Feierlichkeiten ist es dann zu einem echten Skandal gekommen. Erst machte ein Video die Runde, auf dem zu sehen ist, wie Geschäftsführer Steffen Hofmann den violetten Erzrivalen als "Oaschlecha" bezeichnete. Dafür entschuldigte sich der grün-weiße Funktionär schnell. Wenig später machten weitere Videos die Runde, in denen zu sehen ist, wie Spieler und Funktionäre mit grölenden Fans homophobe und beleidigende Gesänge anstimmten. 

ÖFB-Präsident meldet sich

Geschäftsführer Hofmann, Co-Trainer Stefan Kulovits, Kapitän Guido Burgstaller, Derby-Torschütze Marco Grüll, Torhüter Niklas Hedl sowie Thorsten Schick und Maximilian Hofmann waren auf den Videos zu sehen. Alle wurden – genauso wie der Verein selbst – vom Senat 1 der Liga angezeigt. Da kam die Einsicht bei den Funktionären und Spielern, deren Entschuldigungen öffentlich kommuniziert wurden, deutlich zu spät. Der Schaden ist angerichtet. 

Deshalb meldete sich nun auch Klaus Mitterdorfer, Präsident des Österreichischen Fußballbundes, zu Wort und fand deutliche Worte in Richtung der Hütteldorfer. "Dieses Verhalten ist mit den Werten des Fußballs und des Fair Play nicht vereinbar. Die Aussagen sind trotz aller sportlichen Rivalität und Emotionen inakzeptabel und völlig unangebracht", meinte Mitterdorfer. Der ÖFB behalte sich bis zur endgültigen Klärung der Vorfälle weitere Schritte vor. 

"Vereine, Klubverantwortliche und Spieler haben auch eine große Vorbildfunktion für unzählige fußballbegeisterte Kind und Jugendliche. Damit einher geht auch eine besondere Verantwortung", so Mitterdorfer weiter. Der ÖFB initiierte bereits die Kampagne "Wir lieben Fair Play", deren Ziel es ist, Mitmenschen mit Respekt zu begegnen – unabhängig von Herkunft, Aussehen, Glauben oder sexueller Identität. 

Auf den Punkt gebracht

  • Der Österreichische Fußballbund (ÖFB) hat sich deutlich vom Derby-Skandal rund um Spieler und Funktionäre von Rapid Wien distanziert, nachdem homophobe und beleidigende Gesänge bei den Feierlichkeiten aufgetaucht waren
  • ÖFB-Präsident Klaus Mitterdorfer bezeichnete das Verhalten als inakzeptabel und betonte die Vorbildfunktion von Vereinen, Klubverantwortlichen und Spielern für fußballbegeisterte Kinder und Jugendliche
red
Akt.
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