In einer Sitzung am ÖFB-Campus hat sich der Aufsichtsrat des heimischen Fußballverbands auf das Ende der Schöttel-Ära beim ÖFB geeinigt. Letztendlich hätten "unterschiedliche Vorstellungen hinsichtlich der künftigen strategischen Ausrichtung und Ausgestaltung der Position" zur Trennung geführt, erklärte der ÖFB. Gleichzeitig betonte Österreichs Fußballverband "ausdrücklich die Wertschätzung für die von Peter Schöttel in den vergangenen neun Jahren geleistete Arbeit sowie für seine Person".
"Ich nehme die getroffene Entscheidung zur Kenntnis. Gleichzeitig möchte ich mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, insbesondere der Direktion Sport, für die gute und kollegiale Zusammenarbeit in neun sehr erfolgreichen Jahren bedanken", wurde Schöttel vom ÖFB selbst zitiert. "Auch wir bedanken uns bei Peter Schöttel für seine Arbeit in den vergangenen Jahren, die von vielen Erfolgen für den ÖFB geprägt war", erklärte Pröll.
Erste Gerüchte über eine Ablöse des 59-Jährigen sind schon in den letzten Tagen aufgekommen. Da wurde nämlich bekannt, dass Teamchef Ralf Rangnick und der ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzende Josef Pröll am kommenden Montag, vor der Bekanntgabe des ersten Nations-League-Kaders, die Weltmeisterschaft 2026 noch einmal analysieren werden. Von Schöttel war da bei der Ankündigung nichts zu lesen gewesen – durchaus ungewöhnlich.
Der einstige Teamspieler, der selbst Teil der WM-Mannschaft von 1998 war, kam 2017 zum ÖFB, war zunächst als U19-Teamchef tätig und übernahm im Oktober 2017 nach der Trennung von Willi Ruttensteiner als Sportdirektor.
Als letzte große Amtshandlung Schöttels gilt die Verpflichtung von Lars Söndergaard als Trauen-Nationaltrainer. Der ÖFB hat derweil noch keinen Nachfolger ernannt. Als einer der Topfavoriten gilt Sebastian Prödl, Ex-Kicker und aktuell Nachwuchsleiter im ÖFB.