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ÖFB-Rückkehrer Weimann: "Es ist wie am ersten Schultag"

Andreas Weimann ist zurück im Nationalteam. Der England-Legionär verrät vor dem Wales-Showdown das Geheimnis hinter seinen 18 Saisontore.
Sebastian Klein
22.03.2022, 16:31

Am Donnerstag heißt es für das ÖFB-Team in Wales siegen oder fliegen. Im ersten von zwei möglichen WM-Play-off-Spielen geht es für Österreich um die letzte Chance auf ein Ticket für die WM-Endrunde in Katar.

Mit dabei: Andreas Weimann. Der Bristol-City-Stürmer hat bereits 14 Nationalteam-Spiele gesammelt. Sein letzter Kurzeinsatz ist aber bereits sieben Jahre her. Jetzt wurde der 30-Jährige von Teamchef Franco Foda nachnominiert, weil vier Spieler (Florian Grillitsch, Christopher Trimmel, Philipp Lienhart und Dejan Ljubicic) kurzfristig absagen mussten.

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Weimann: "Ein bisschen hatte ich schon gehofft, wenn ich ehrlich bin. Ich spiele die beste Saison meines Lebens. Dann war ich enttäuscht, als ich nur auf Abruf war. Aber umso erfreuter, als dann am Samstagabend der Anruf vom Teamchef kam."

Das Team habe ihn gut aufgenommen: "Ich war nervös. Es war ein bisschen wie am ersten Schultag, alle kennenlernen. Ich musste lachen. Als ich das letzte Mal da war, war Robert Almer noch die Nummer 1 im Tor. Jetzt ist er Goalietrainer. Da sieht man, wie lange das her ist."

Weimanns Torgeheimnis

Der Wiener hält in der englischen Championship bei stolzen 18 Saisontoren und 9 Assists. Noch nie scorte der Angreifer mehr. Was ist sein Erfolgsgeheimnis? "Ich denke, es kommt auf die Position drauf an, wo ich jetzt Spiele. Ich habe früher oft am Flügel gespielt. Durch die Mitte ist aber meine beste Position. Ich habe auch oft hinter den zwei Stürmern als hängende Spitze gespielt. das hat mir geholfen, dass die zwei vorne die Verteidiger beschäftigen. Die Chancen, die ich aus der Mitte bekomme, sind aus anderen Winkeln als vom Flügel aus. Ich habe immer gewusst, dass ich Tore schießen kann. Jetzt läuft es sehr gut im Moment. Ich will die Welle so lange wie möglich weiterreiten."

Im Vorjahr hatte Weimann noch den Großteil der Saison wegen eines Kreuzbandrisses verpasst, sich zurückkämpfen müssen.

"Dort heuer schon zwei Tore geschossen"

Jetzt will er in unmittelbarer Nähe seiner Wahlheimat seinen ersten Teamtreffer erzielen. Auf diesen wartet der Legionär noch. Weimann stürmt für Bristol, wohnt mit seiner Frau und den gemeinsamen Kindern seit fünf Jahren in England. "Cardiff ist nur 40-45 Minuten entfernt. Eigentlich nur über die Brücke, dann bist du dort." Weimann kennt nicht nur die Gegend, auch den Spielort bestens: "Ich habe dort schon gespielt, mit Bristol 2:1 gewonnen und beide Tore geschossen. Ich hatte dort also schon ein gutes Erlebnis heuer. Die Stimmung wird sicher Laut. Wales war bei den letzten EUROs dabei, ist dabei weit gekommen, es war immer Euphorie dabei. Uns erwartet sicher ein Hexenkessel. Ich erwarte mir aber, dass wir gut bestehen und weiterkommen werden."

Ob er selbst zum Einsatz kommen wird, ist fraglich. Mit Marko Arnautovic ist ein Angreifer gesetzt. Auch Sasa Kalajdzic, Michael Gregoritsch und Christoph Baumgartner haben bei Foda einen Stein im Brett. Weimann: "Wir haben leider nicht so viele Trainings. Gestern haben wir trainiert, heute wieder. Ich will einfach dem Trainer zeigen, was ich kann. Jeder will spielen, sonst wäre ich nicht hier. Erwarten tu ich mir nichts. Aber wenn ich meine Chance bekomme, bin ich voll da und will helfen."

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