Karim Benzema erobert die Stamford Bridge mit einem Hattrick! Der Franzose schießt Real Madrid am Mittwochabend bei strömendem Regen im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Titelverteidiger Chelsea zum Sieg.
David Alaba schreibt dabei in London Geschichte. Als erster Österreicher knackt er die magische Schallmauer von 100 Champions-League-Einsätzen. Dabei feiert er seinen 70. Sieg. Auch das ist historisch – niemand wies bei dieser Marke je eine bessere Quote auf.
Sein Debüt in der Königsliga feierte Alaba übrigens schon 2010 mit den Bayern in Florenz, war damals zarte 17 Jahre jung.
Beide Teams starten furios. Das Spiel geht auf und ab. Das Tempo ist hoch. Real ist von Beginn an der Führung näher. In der zehnten Minute scheitert Vinicius Junior noch nach Zuspiel von Karim Benzema an der Querlatte.
In Minute 21 ist es so weit. Wieder kombiniert das Madrid-Angriffsduo traumhaft. Doppelpass, Flanke, Tor – Benzema wuchtet das Leder per Kopf unhaltbar für Edouard Mendy ins Kreuzeck.
Es dauert nicht einmal drei Minuten, ehe Benzema wieder goldrichtig einläuft. Dieses Mal findet ihn Luka Modric mit einer butterweichen Flanke. Benzema köpft jetzt mit Gefühl gegen den Lauf von Mendy – 2:0 (24.)!
Chelsea, das vorne gefälligen Fußball spielt, offenbart hinten ungewohnte Schwächen. Benzema lässt vor der Pause nach einem Schnitzer von Jorginho die große Chance auf den Hattrick liegen.
Unmittelbar davor verkürzt aber noch Kai Havertz, Chelseas Siegestorschütze im Champions-League-Finale 2021, auf 1:2. Auch er schlägt per Kopf zu (40.).
Havertz wirbelt im Doppelsturm der Londoner übrigens mit Christian Pulisic. Brisant: Die beiden Star-Stürmer Romelu Lukaku und Timo Werner sind eigentlich fit, spielen aber im Moment nur die zweite Geige.
Was er in der ersten Hälfte noch verpasst, holt Benzema nach dem Seitenwechsel nach. Er hat es mit dem Hattrick eilig. Schon in der zweiten Minute nach Wiederbeginn klingelt es.
3:1! Benzema darf sich bei Mendy und Antonio Rüdiger bedanken. Der Goalie verpatzt sein Zuspiel, der deutsche Innenverteidiger kann nicht mehr ausputzen. Benzema muss nur mehr ins leere Tor einschieben und erzielt im 36. Pflichtspiel sein 37. Saisontor (46.).
Das Tempo bleibt auch in weiterer Folge hoch. Chelsea übernimmt immer mehr die Kontrolle über das Spiel, bläst zur Schlussoffensive. Nach dem gebürtigen Linzer Mateo Kovacic wechselt Startrainer Thomas Tuchel jetzt auch Lukaku ein. Der Belgier strahlt sogleich Gefahr aus, verzieht bei einem vielversprechenden Abschluss knapp.
In der turbulenten Schlussphase kann sich speziell Real-Goalie Thibaut Courtois mehrfach auszeichnen. Der Ex-Chelsea-Keeper wird von den Heimfans ausgepfiffen, hält für die „Königlichen“ den Sieg fest.
Das Rückspiel steigt schon nächste Woche im Stantiago Bernabeu.