Mit dem Wiener übersiedelte auch seine Freundin Shalimar Heppner sowie der gemeinsame Sohn des Paares in die spanische Hauptstadt. Alaba genießt das Leben als Vater, wie er nun der spanischen "GQ" verriet. "Ich liebe es, Vater zu sein, natürlich hat sich mein Leben dadurch verändert", erzählte der 29-Jährige. Und ergänzte: "Er zeigt uns, dass Windeln wechseln fast so gut ist wie Fußball spielen", lachte der ÖFB-Star.
Beim Angebot aus Madrid hatte Alaba nicht lange überlegt. Sein Star-Berater Pini Zahavi hatte sich mit den Bayern nicht auf eine Verlängerung des auslaufenden Vertrags einigen können. Alaba wechselte deshalb im Juli ablösefrei nach Madrid. Diesen Schritt nahmen einige Bayern-Fans dem Wiener übel.
Alaba erklärte neuerlich seinen Wechsel nach Spanien. Mit Aussagen, die in München wohl alles andere als gut ankommen werden. "Ich habe mich gefragt, wie es weitergehen soll. Die vorletzte Saison bei Bayern war die beste in der Geschichte des Klubs. Wir haben sechs Titel gewonnen", erinnerte sich der 29-Jährige zurück.
In dieser Rekord-Saison sei auch der Grund für Alabas Wechsel gelegen. "Da habe ich beschlossen, mich zu verändern, mich einer neuen Herausforderung zu stellen und nicht den einfachen Weg zu gehen", so der Innenverteidiger weiter.
Dass der 29-Jährige schließlich zu den "Königlichen" wechselte, sei für Alaba nur logisch gewesen. "Wenn man mit dem Fußball aufwächst, weiß man, dass Real Madrid der größte Verein der Welt ist", so Alaba mit einer Spitze gegen die Bayern. "Mich hat also nichts überrascht, als ich hierher kam. Wenn man mit dem Fußball zu tun hat, steht Real immer in den Schlagzeilen", ergänzte der gebürtige Wiener.
Abseits des Platzes setzt sich Alaba immer wieder für gute Zwecke ein, nützt seine Popularität, um gegen Rassismus zu kämpfen. Etwas, das der ÖFB-Star auch am eigenen Leib erfahren hat. "Es war, um ehrlich zu sein, nicht einfach. In meiner Kindheit hatte ich mit viel Rassismus zu kämpfen, aber das hat mich zu der Person gemacht, die ich heute bin", so Alaba. Und führte weiter aus. "Ich denke, wir sollten uns alle gegen Rassismus einsetzen und versuchen, unseren Beitrag zu leisten. Im Fußball gibt es schon viele Kampagnen, ich denke, dass wir da auf dem richtigen Weg sind", erklärte der gebürtige Wiener weiter.