ÖFB-Teamchefin Fuhrmann: "SMS von Koller war echt nett"

Irene Fuhrmann
Irene Fuhrmanngepa

Irene Fuhrmann ist die erste Frauen-Nationalteam-Trainerin im ÖFB. Im "Heute"-Talk spricht die 39-Jährige über ihre Mission – und die aktuell brisanten Themen im Fußball. Die Teamchefin über ...

Die netteste Gratulations-SMS:

"Von Marcel Koller. Er sah sich die ÖFB-Cup-Auslosung im TV an, erfuhr so von meinem Job und schrieb mir. Das war echt nett, ich kenne ihn ja seit 2011."

Ihre Ziel als ÖFB-Teamchefin:

"Die Quali für die EURO 2022 – das ist unsere gemeinsame Mission. Der Modus ist härter als 2017."

Lieblingsklub als Kind:

"Ich wuchs in Hütteldorf auf, kickte immer im Ferdinand-Wolf-Park. In Österreich bin ich aber neutral. Als Jugendliche war ich Ajax-Fan, da hatte ich auch ein Trikot."

Der Bester Kicker der Welt:

"Ich bin Käfigkickerin, darum Lionel Messi. Ich weiß, originell ist die Antwort nicht. Aber: seine Technik, sein Auge, die letzten Pässe. Unter den Verteidigern ist es Virgil van Dijk."

Causa Mattersburg:

"Extrem bitter. Die Causa gehört rasch geklärt. Man muss überlegen, wie so etwas in Zukunft nicht mehr passieren kann. Es ist ein Super-GAU für den heimischen Fußball, weil aktuell die Planungssicherheit für die Klubs fehlt."

Sexismus-Eklat bei Rapid:

"Der ÖFB hat dazu eine klare Linie und die auch öffentlich gemacht. Ich stimme Leo Windtner voll zu: So ein Plakat hat in einem Fußball-Stadion nichts verloren."

Finish in der 2. Liga: 

"Ich fand zunächst super, dass es so einen Krimi am Ende gab. Die Ergebnisse hatten dann aber einen unglücklichen Touch."

Engagement der Top-Klubs für Frauen: 

"Es geht immer mehr, aber Sturm, Austria oder Innsbruck sind Vorreiter. Ich hoffe, dass mehr Top-Klubs mitziehen. In England ist das passiert. Es gibt eine Liga mit allen Großen, ein Hype entstand. Die Klubs lukrieren mehr Geld, weil das Zielpublikum ein anderes ist."

Gleiches Gehalt für Frauen:

"Grundsätzlich soll jede Frau so viel verdienen wie ein Mann im gleichen Job. Im Fußball ist das aber anders und auch rasch erklärt: Männer-Fußball ist ein größerer Markt, die Sponsorengelder sind höher. Das wird sich in den nächsten Jahren nicht ändern. Die Geschichte des Frauen-Fußballs ist noch zu jung."

Coach von Männer-Team:

"Es ist nicht mein vorrangiges Ziel, aber ich schließe es nicht aus."

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