Wien

Öffis werben auf Wienerisch, Türkisch und Co. für FFP2

Keine oder falsche Maske, Nase frei: Über 16.000 Verweise wurden bisher erteilt. Durchsagen auf Wienerisch, Farsi & Co. sollen die Maskenmoral heben.
Claus Kramsl
28.10.2021, 17:49

"Heats ma bitte moi zua: So schwa is’ jo wirklich ned! A FFP2 Masken g’hert über Mund und Nosn. Oiso setz’ des Fetzerl gscheit auf bis du aus da Station draußen bist. I wünsch eich an schen Obnd."

Mit dieser Durchsage soll ab heute in den Abendstunden auf die geltende FFP2-Maskenpflicht in den Wiener Linien hingewiesen werden. Und damit die Sprachbarriere nicht zur Virenschleuder wird, gibt es die Aufforderung zur Gesichtsverhüllung auch auf Ungarisch, Türkisch, Farsi, Serbisch und Englisch. Eingesprochen wurden die Durchsagen von Irene Brandtner, einer der bekanntesten Öffi-Stimmen – "Heute" berichteten.

Teil der Kampagne ist auch ein Video, in dem echte Kontrollore der Wiener Linien in ihrer Muttersprache zum richtigen Maskentragen aufrufen:

16.000 Rauswürfe

Seit April 2020 gilt in den Öffis die Maskenpflicht. Je nach Corona-Zahlen waren Mund-Nasen-Schutz oder FFP2 der vorgeschriebene Dresscode. 330 Kontrollore sind im Netz unterwegs, achten auf die Einhaltung der Coronaregeln.

Bisher gab es laut Wiener Linien rund 193.000 Ansprachen wegen fehlender Masken. Mehr als 16.000 Fahrgäste erwiesen sich dabei als Beratungsresistent. Die Maskenmuffel wurden aus den Öffis weggewiesen.

Jetzt E-Paper lesen